Die lange Fehde zwischen dem FC Schalke und Albert Streit ist beendet: Der Verein und der Profi gehen nach dem 31. Dezember 2011 getrennte Wege. Darauf einigten sich beide Seiten am Dienstag vor dem Arbeitsgericht in Gelsenkirchen.
Über die finanziellen Aspekte des vorzeitigen Vertragsendes wurde Stillschweigen vereinbart. „Ich bin froh, dass diese für mich sehr schwierige Zeit vorbei ist. Wer mich kennt, weiß, dass ich die Wahrheit sage“, kommentierte der beim Revierclub in Ungnade gefallene Streit erleichtert.
Der FC Schalke hatte dem lange zuvor aus dem Profikader verbannten Mittelfeldspieler am 23. August die fristlose Kündigung geschickt. Er soll Bernhard Trares, den Trainer der 2. Mannschaft, beleidigt haben. Daraufhin hatte Streit mit Verweis auf seinen bis zum 30. Juni 2012 datierten Vertrag 1,6 Millionen Euro Gehalt und Prämien eingeklagt.
„Beide Seiten sind mit großen Schritten aufeinander zugegangen“, sagte Streit-Anwalt Horst Kletke nach der Einigung. Der erste Gütetermin Mitte September vor dem Amtsgericht Gelsenkirchen war gescheitert.
Mit der Vertragsaufhebung geht die lange und von vielen negativen Schlagzeilen begleitete Auseinandersetzung zu Ende. Der ehemalige Frankfurter und Kölner Streit hatte im Januar 2008 als Wunschspieler des damaligen Schalke-Trainers Mirko Slomka einen lukrativen Vertrag unterschrieben, sich aber nie als Stammspieler durchgesetzt.
Unter der Regie von Fußball-Lehrer Felix Magath war Streit im September 2009 in die 2. Mannschaft strafversetzt worden.
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