Gegen den Letzten blamiert, das Saisonziel fast außer Reichweite, ein Trainer ohne jeden Kredit, Zoff mit den eigenen Fans - der Schalker Keller liegt voller Bomben, und es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann Sportdirektor Horst Heldt (43) der Laden um die Ohren fliegt
• Die Blamage: Als „Katastrophe“ und „beschämend“ bezeichnete Heldt den königsblauen Auftritt beim 1:2 gegen Liga-Schlusslicht Fürth.
• Das Saisonziel: „Nach einem solchen Spiel sollten wir nicht über die Champions League reden“, meint Heldt ehrlich: „Das würde ich heute erst mal selber für mich überdenken wollen.“
• Der Trainer: „Liga-Keller“ und „Keller raus“ hieß es am Sonntag auf Plakaten am Trainingsgelände. Jens Keller (42) ist schon nach nur drei Ligaspielen verbrannt.
„Er hat wenig Kredit“, weiß Heldt, der seinen Kumpel aus gemeinsamen Stuttgarter Zeiten nach der Entlassung von Huub Stevens (59) vom U-17- zum Chef-Trainer beförderte. Bleibt Keller bis Saisonende Trainer? Eine Frage, zwei Antworten. Bei „Liga Total“ sagte Heldt noch: „Ja, das wird so sein!“ In der Mixed-Zone klang es schon dünner: „Wir haben nichts anderes vor…“
Er werde in der Trainer-Frage nicht „gegen meine Überzeugung handeln und mich selbst belügen“, sagt Heldt. Doch wenn Keller weiter verliert, wird er ihn opfern müssen.
• Der Zoff: Bei Gerald Asamoahs (34) Auswechslung in der 84. Minute wurde der Ex-Schalker von den Fans frenetisch gefeiert - das brachte Jermaine Jones (31) auf die Palme: „Bei allen Verdiensten von Gerald für Schalke: Es kann nicht sein, dass er von unseren Fans gefeiert wird, während wir runtergepfiffen und kaputtgemacht werden.“
Konter Heldt: „Das sehe ich anders. Wir haben es vergeigt.“ Samstag bei den Bayern darf Keller wohl noch mal vergeigen, danach muss er ganz schnell siegen…!
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Jens Keller bleibt Schalke-Coach
„Er hat die Mannschaft in einer kritischen Situation übernommen und sehr gut weiter entwickelt. Die Vertragsverlängerung ist auch Ausdruck unserer eingeschlagenen Kontinuität“, sagte Vereinschef Tönnies.