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Chaos auf Schalke: Stevens: „War mir sicher, dass es wieder aufwärts gegangen wäre“

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Huub Stevens wurde nach dem Sturz auf Rang sieben in der Tabelle gefeuert.
Huub Stevens wurde nach dem Sturz auf Rang sieben in der Tabelle gefeuert.
 Foto: Getty
Eindhoven –  

Am Dienstag ging es für Huub Stevens mit dem Flieger nach Mallorca. Der 59-Jährige hält sich häufig auf der Mittelmeer-Insel auf.

„Ich genieße es, dass ich nun öfter Zeit für meine Enkel habe.“ Am 16. Dezember 2012 wurde Stevens bei Schalke 04 gefeuert, danach war nichts mehr von ihm zu hören. Nun spricht er erstmals bei uns.

Stevens wirkt gefasst, wenn er über „sein“ Schalke spricht. „Die Leute im Verein geben mir die Ruhe, um Abstand zu nehmen. Ich habe anderthalb Jahre mit unheimlich viel Spaß auf Schalke gearbeitet. Schade, dass es dann doch auseinanderging.“

Zum Ende der Hinrunde gerieten die Königsblauen in den Negativstrudel. Trotz des Erreichens des Champions-League-Achtelfinals wurden die Unruhe bei S04 und der Druck auf Stevens immer größer. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Freiburg zog Manager Horst Heldt (43) die Notbremse und feuerte den Trainer, den die Schalke-Fans zum Coach ihrer Jahrhundert-Elf gewählt hatten.

„Als am Sonntagmorgen um viertel vor acht das Telefon klingelte, wusste ich, was das zu bedeuten hatte. Horst war um diese Uhrzeit sonst nie auf der Anlage.“ Der Niederländer hätte sich durchaus zugetraut, das Ruder noch herumzureißen.

„Wir hatten zum Ende der Hinrunde so viele Verletzte, außerdem waren einige platt. Es kann schon mal sein, dass es eine Periode gibt, in der es nicht so läuft. Ich war mir aber sicher, dass es wieder aufwärts gegangen wäre.“

Auf Schalke herrscht derzeit Ratlosigkeit.
Auf Schalke herrscht derzeit Ratlosigkeit.
 Foto: dpa

Heldt war anderer Meinung und beförderte U17-Jugendcoach Jens Keller (42) zum Chef-Trainer. Der flog direkt gegen Mainz aus dem DFB-Pokal und strauchelte nun gegen Augsburg und Fürth in der Liga. Stevens will die Personalie Keller nicht kommentieren. „Das gehört sich nicht. Ich habe immer nur geguckt, was das Beste für den Verein ist.“

Nach seinem Rauswurf rief Stevens noch bei Kapitän Benedikt Höwedes an, einige andere meldeten sich, um sich zu bedanken. Zu Schalker Verantwortlichen hat der „Knurrer von Kerkrade“ keinen Kontakt mehr gehabt. Daher weiß er auch noch nichts vom Plan, ihn in den Aufsichtsrat zu berufen.

„Clemens Tönnies hat mal gesagt, dass ich vielleicht noch mal eine andere Funktion auf Schalke übernehmen könnte. Mit mir hat aber keiner darüber gesprochen.“ Viel lieber würde der 59-Jährige im Sommer wieder als Trainer einsteigen.

„Ich lasse alles auf mich zukommen. Nach einer bestimmten Zeit will ich bestimmt wieder etwas machen, dann kribbelt es. Aber im Moment könnte ich eh noch keinen Job antreten. Noch bin ich ja von Schalke beurlaubt.“

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