Empfehlen | Drucken | Kontakt06.03.2010 - 22:30 Uhr

4:1 bei Kuranyi-Gala: Löw traut Magath wieder den Titel zu

Schalkes Peer Kluge gegen Frankfurts Pirmin Schwegler.
Schalkes Peer Kluge gegen Frankfurts Pirmin Schwegler.
Foto: ddp
Frankfurt –  

So langsam wird's unheimlich. Steht Felix Magath womöglich vor seinem nächsten Meister-Coup? Seine Schalker lassen sich einfach nicht abschütteln.
Zusammen mit ihren tausenden mitgereisten Fans feierten die Schalker nach dem Abpfiff einen 4:1-Sieg in Frankfurt. Königsblau ist nun schon Zweiter, nur zwei Punkte hinter den Bayern!

Und so langsam wird's auch unheimlich bei Kevin Kuranyi. Der Stürmer legte vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw erneut eine Gala hin. Kuranyi erzielte nicht nur ein Tor (das 4:1), sondern bereitete das 3:1 auch toll vor. Mit 13 Saisontreffern führt der Schalker mit Stefan Kießling die Torschützenliste an. Unser derzeit bester Stürmer fährt aber nicht zur WM. Kuranyi ist nach seiner Länderspiel-Flucht weiter bei Löw unten durch. Der Bundestrainer über seinen Besuch: „Heute war mal ein Grund Manuel Neuer und Heiko Westermann spielen zu sehen.“ Von Kuranyi keine Rede...

Magaths Team war wieder ein Muster an Effizienz. Fünf Torschüsse gab Schalke ab - und erzielte so vier Treffer.

Schalke, die Standard-Könige. Dabei hatte Eintracht-Coach Michael Skibbe noch vor dem Anpfiff gewarnt: „Passt mir auf die gefährlichen Schalker Standards auf.“ Seine Spieler müssen offenbar weggehört haben. Die ersten Gäste-Tore durch Kameruns Neu-Nationalspieler Joel Matip (12.) und Benedikt Höwedes (15.) fielen jeweils nach Standardsituationen. Höwedes 2:0 war bereits der 14. Kopfballtreffer von Schalke in dieser Saison und der Wegbereiter für den Sieg.

Löw traut Magath jetzt erneut das ganz große Ding zu: „Schalke kann in jedem Fall in den Titelkampf eingreifen. Sie kommen aus dem Hinterhalt und haben nichts zu verlieren, sie können nur gewinnen. Das macht sie gefährlich. Ähnlich wie letztes Jahr in Wolfsburg.“

Doch „Fuchs“ Magath, der in der Vorsaison Sensations-Meister mit Wolfsburg war, stapelt tief: „Das ist gut gemeint. Doch ich habe heute auch gesehen, dass wir nach dem 2:1 unsicher und keinesfalls souverän waren. Gegen bessere Gegner müssen wir uns mehr strecken.“

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