Empfehlen | Drucken | Kontakt29.10.2011 - 21:06 Uhr

3:1 gegen Hoffenheim: Keeper Starke beschimpft Raul als Lügner

Dieses Tor  zum Schalker 1:0 erregte die Gemüter: Raul springt der Ball nach dem Torschuss an die Hand, Torwart Tom Starke kommt nicht mehr heran.
Dieses Tor zum Schalker 1:0 erregte die Gemüter: Raul springt der Ball nach dem Torschuss an die Hand, Torwart Tom Starke kommt nicht mehr heran.
Foto: dapd
Gelsenkirchen –  

Mit seinem Doppelpack binnen drei Minuten war Klaas-Jan Huntelaar der Held beim 3:1-Sieg von Schalke gegen Hoffenheim – doch nach dem Spiel war nur noch das umstrittene Hand-Tor des Spaniers Raul zur Schalker 1:0-Führung Gesprächsthema und Aufreger.

Nach Flanke von Julian Draxler schoss Raul den Ball in der 28. Minute ins Tor, wobei ihm die Kugel an die Hand sprang. Die Hoffenheimer protestierten wütend, Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) befragte den Torschützen und gab den Treffer dann.

Vor allem Hoffenheims Torwart Tom Starke regte sich auf: „Er macht das Tor mit der Hand, das war irregulär. Der Schiri hat ihn sogar noch befragt. So ein Sportmann wie Raul hat’s nötig zu lügen!“

1899-Coach Holger Stanislawski nahm Schiedsrichter Welz ins Visier: „Wenn er Raul befragt, hat er es ja wohl gesehen. Dann muss er auch Hand pfeifen. Die Schiedsrichter, das ist eine Klientel, die unantastbar ist.“ Raul selbst verstand die ganze Aufregung nicht. „Es war keine Absicht, daher ist es ein reguläres Tor. Der Ball ist mir an die Hand gesprungen. Da ist es egal, ob der Ball an die Hand, die Brust oder ans Knie springt, es ist ein Tor.“

Nach dem Hoffenheimer Tor zum 1:1 durch Vedad Ibisevic (63.) riss Torjäger Klaas-Jan Huntelaar die Schalker noch raus. Erst holte er einen Elfmeter raus (im Duell mit Compper) und verwandelte diesen Strafstoß auch selbst zum 2:1. Dann staubte er zum 3:1-Endstand ab. Zwischen der 73. und 76. Minute schoss der Holländer Schalke mit seinen Saisontoren Nummer neun und zehn auf Tabellenposition zwei. „Wir sind in der Tabelle vorne dran und werden immer besser“, freute sich Huntelaar.

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