Gruppensieg zu verschenken! Unter diesem Motto lief der letzte Spieltag in Gruppe B ab. Schalkes Trainer Huub Stevens schonte in Montpellier fünf Stammspieler, durfte am Ende dennoch den ersten Platz feiern. Denn Konkurrent Arsenal London ließ noch mehr Stars zu Hause und verlor prompt bei Piräus mit 1:2.
Mit Champions League hatte das Geschehen im Stade de la Mosson wenig zu tun. Der Rasen war in einem solch erbärmlichen Zustand, dass die Königsblauen nicht einmal ein Abschlusstraining abhalten konnten. Der Acker zerstörte viele Aktionen leider im Ansatz.
So verstolperte Pukki bei einer Chance (25.) den hoppelnden Ball. Acht Minuten später trat Barnetta in guter Position sogar über die Kugel.
Besser lief es in der 56. Minute. Der starke Christoph Metzelder legte per Kopf auf für Benedikt Höwedes, der per Flugkopfball zum 1:0 traf. Nur drei Minuten später schon der Ausgleich. Nach einer Mounier-Flanke irrte Timo Hildebrand etwas durch den Strafraum. Herrera nahm das Geschenk zum Ausgleich an.
In der Folgezeit rettete der S04-Keeper aber gleich mehrmals im Zusammenspiel mit Metzelder das Remis. „Ich bin ein altes Schlachtross“, lachte der 32-Jährige. „Wenn die Geschütze donnern, geht’s ab an die Front. Wir freuen uns, dass wir vor Arsenal gelandet sind.“
Als Gruppenerster marschierte der BVB problemlos in die K.O.-Runde. Die Klopp-Mannen besiegten Manchester City mit 1:0.
Schalke zittert sich in die Champions-League-Quali
Schalke 04 ist dem totalen Desaster gerade so entgangen und hat am letzten Bundesliga-Spieltag den Einzug in die Champions-League-Qualifikation perfekt gemacht.
Schalke-Pleite gegen Stuttgart
Ohne ihren gelbgesperrten Jungstar Julian Draxler verloren die Königsblauen gegen den VfB Stuttgart nach einem Doppelpack von Vedad Ibisevic 1:2 (0:1) und konnten ihrem Trainer Jens Keller zur Vertragsverlängerung kein Geschenk machen.
Jens Keller bleibt Schalke-Coach
„Er hat die Mannschaft in einer kritischen Situation übernommen und sehr gut weiter entwickelt. Die Vertragsverlängerung ist auch Ausdruck unserer eingeschlagenen Kontinuität“, sagte Vereinschef Tönnies.