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1:1 gegen Galatasaray: Ätsch! Jones trifft – und holt sich Gelb ab

Ätsch! Jermaine Jones bejubelt das Tor zum 1:1 auf seine Art.
Ätsch! Jermaine Jones bejubelt das Tor zum 1:1 auf seine Art.
Foto: dpa
Istanbul –  

Was war das plötzlich für eine Schalker Mannschaft? Nach den zuletzt gezeigten Leistungen in der Bundesliga kaum wiederzuerkennen! Und mit einem 1:1 im Hexenkessel der Aslantepe Turk Telekom Arena gegen Galatasaray Istanbul verschaffte sich der FC Schalke 04 eine glänzende Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel am 12. März in Gelsenkirchen.

Um sich an die hitzige Atmosphäre bei den Türken zu gewöhnen, simulierten die Schalker die Fan-Gesänge. „Wir haben im Training Lautsprecher mit der zu erwartenden Stimmung laufen lassen“, verriet Manager Horst Heldt.

Bural Yilmaz überwindet Timo Hildebrand zum 1:0.
Bural Yilmaz überwindet Timo Hildebrand zum 1:0.
Foto: dpa

Mit Erfolg. Schalke ließ sich nicht durch Emotionen von außen aus dem Konzept bringen, machte sein Spiel – auch nach dem 0:1-Rückstand in der 12. Minute durch Burak Yilmaz. Der türkische Angreifer trickste Gegenspieler Benedikt Höwedes mit der Hacke aus und drosch den Ball hoch ins Tor!

Dann hatte Schalke Glück, dass Hamit Altintop nur die Latte traf (18.).

Schalke beeindruckt – aber nicht niedergeschlagen! Jefferson Farfan kam zu einer guten Chance (27.). Immer wenn er Tempo ins Spiel brachte, geriet die türkische Abwehr in Panik.

So Sekunden vor dem Pausenpfiff, als Farfan bei einem Konter auf und davon war, den Ball quer zum mitlaufenden Jermaine Jones passte, und der schoss den Ball direkt zum 1:1 ins Tor. „Hut ab vor den Schalkern! Sie trauen sich was zu“, sagte der Ex-Schalker Jens Lehmann.

Galatasaray-Trainer Fatih Terim nahm in der Halbzeit überraschend Oranje-Star Wesley Sneijder aus dem Spiel, und auch sein anderer Superstar Didier Drogba stach am Mittwoch nicht.

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit Respekt erarbeitet und hätten am Ende noch mehr draus machen können“, sagte Torschütze Jermaine Jones, der nach seiner Gelben Karte von Mittwoch fürs Rückspiel gesperrt ist. Jones hatte den Schiri aufgefordert, seinem Gegenspieler Gelb zu zeigen und wurde wegen dieser Unsportlichkeit selbst verwarnt. „Das war dumm von mir. So was darf man nicht machen“, sah Jones später ein.

Unterdessen versuchte Torwart Timo Hildbrand den Schalker Wandel zum Guten zu erklären: „Schalke war schon immer eine Wettbewerbs-Mannschaft. Wenn’s um die Wurst geht, sind wir da.“

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