Empfehlen | Drucken | Kontakt22.02.2010 - 09:43 Uhr

Kanadas Nordwesten: Yukon: Traum der unendlichen Weite

Von MARCUS BÖTTCHER
Unendliche Weite: Ein Seitenarm des Klondike River
Unendliche Weite: Ein Seitenarm des Klondike River
Foto: Government of Yukon, YTG Photo, Markus Poch/Teutopress

Hart schlägt die Boeing der „North Air“ in Whitehorse im Süden des Yukon auf. Weiter nach oben geht es mit Passagiermaschinen nicht mehr. Wer jetzt gen Norden (im Winter knackige -50 Grad kalt) will, muss ins Auto steigen. Und sollte bei sommerlichen Temperaturen um 22 Grad diese Orte besuchen:

Dawson City: Heute kaum mehr als 1000 Einwohner, früher weltberühmt. Dank Goldrausch, der die Menschen in die Stadt am Klondike-Fluss anlockte. Heute sind viele Häuser im Stil der Goldgräberstadt restauriert. Einen Besuch wert: das Downtown Hotel. Hier gibt es den Sourtoe Cocktail (ein mumifizierter menschlicher Zeh schwimmt in Rum), serviert von Kapitän Dick. Wer sich traut, den Zeh mit den Lippen zu berühren, sichert sich die Mitgliedschaft im „Sourtoe Cocktail Club“. Wer es beschaulicher mag: Einmal im Jahr feiern Inuit hier ihr Moosehide Volksfest.

So geht’s nach Yukon

Yukon: So fern, so groß – und doch so nah.

„CanUSA“-Touristik zum Beispiel bietet für 839 Euro pro Person (im Doppelzimmer) eine 15-tägige Rundreise (inklusive Flug bis Whitehorse, Mietwagen und Hotels).

Die Highlights Yukons und des benachbarten US-Bundesstaates Alaska zeigt „America unlimited“ auf einer 22-tägigen Rundreise – für 1179 Euro pro Person.

Mehr Informationen rund um Reisen nach Yukon gibt es im Internet unter: www.travelyukon.de

Ein Sonnenaufgang in den winterlichen Weiten des Yukon
Ein Sonnenaufgang in den winterlichen Weiten des Yukon
Foto: Government of Yukon, YTG Photo, Markus Poch/Teutopress

Braeburn Lodge: Ein winziges Dorf am Klondike-Highway. Im „Restaurant“ serviert Koch Steve Watson seit 20 Jahren Burger - mit einem Kilogramm Fleisch darauf. Vorsicht: Die wilden Bären in den Bergen gegenüber sind zwar interessant, aber gefährlich.

Haines Junction: Der Zugang zum Kluane-Nationalpark. In ihm steigt der „Mount Logan“ (5959 Meter hoch, Weltnaturerbe) empor. Auf einigen Wegen ist Mountainbiking möglich, der Park ist ein Paradies für Wanderer.

Johnsons Crossing: Der Ort hat 15 Einwohner, die in acht Häusern leben. Von hier starten Kanu-Touren über den Fluss Teslin hindurch durch die arktische Tundra.
Eagle Plains: Zehn Kilometer vorm Polarkreis (auf 66° 33' 39” nördlicher Breite). Hier beginnt laut den Einwohnern „der wahre Norden“. Im 32-Zimmer-Motel bedient Claudia aus Wiesbaden.

Old Crow: Eine Siedlung im äußersten Norden, bewohnt von Indianern. Der Ort ist nur über eine Winterstraße, mit dem Boot oder mit einem Wasserflugzeug zu erreichen. Trotzdem: Hier atmet man in den alten Block-Hütten den Geist der Inuit-Götter.

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