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Wegen Elbe-Hochwasser: ICE-Strecke gesperrt – Bahn schickt Pendler in die Kaserne

Durch das extreme Hochwasser der Elbe kam es zu Überflutungen von Gleisanlagen der Bahn.
Durch das extreme Hochwasser der Elbe kam es zu Überflutungen von Gleisanlagen der Bahn.
 Foto: dpa
Wolfsburg –  

Zug verpasst? Bahnstrecke überflutet? Kein Problem. Für gestrandete Pendler steht eine Kaserne bereit! Hier will die Stadt Wolfsburg jetzt Bahnpendler einquartieren, die unter der Sperrung der ICE-Strecke zwischen Hannover und Berlin leiden.

Nach dem Hochwasser an der Elbe müssen sich Bahnfahrer dort noch monatelang auf längere Fahrzeiten einstellen, weil ein Teilstück der Strecke bis auf weiteres nicht befahren werden kann. Darunter leiden auch viele Pendler, die täglich aus Berlin zur Arbeit nach Wolfsburg fahren.

Auch nach dem Hochwasser an der Elbe bleibt ein fünf Kilometer Abschnitt zwischen Stendal in Sachsen-Anhalt und Rathenow in Brandenburg „bis auf weiteres“ gesperrt.
Auch nach dem Hochwasser an der Elbe bleibt ein fünf Kilometer Abschnitt zwischen Stendal in Sachsen-Anhalt und Rathenow in Brandenburg „bis auf weiteres“ gesperrt.
 Foto: dpa

Wie lange der Streckenabschnitt noch gesperrt bleibt? „Bis auf weiteres“, heißt es bei der Bahn. Wolfsburgs Oberbürgermeister Klaus Mohrs erklärte, die Stadt könne nicht über Monate vom ICE-Netz abgekoppelt bleiben. Er forderte Übergangslösungen für die Hunderte Berliner, die zur Arbeit in die VW-Stadt pendeln.

Jetzt überlegt die Stadt, ein Notquartier für etwa 100 Pendler in einer ehemaligen Kaserne am Stadtrand einzurichten. Außerhalb der Ferien werden auch Wohnwagen zur Unterbringung der Betroffenen in Erwägung gezogen.

Vom 29. Juli an gelte außerdem ein neuer Übergangsfahrplan, kündigte Bahnvorstand Ulrich Homburg an. Wegen der Umleitungen brauchen die Züge aus dem Ruhrgebiet rund eine Stunde länger bis nach Berlin. Auf der Strecke Frankfurt-Berlin verlängert sich die Fahrzeit um 30 bis 60 Minuten.

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