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Social Seating: Lettische Airline verkuppelt passende Passagiere

Dank „SeatBuddy“ können Passagiere bei AirBaltic demnächst ihren „Traumsitznachbar“ finden.
Dank „SeatBuddy“ können Passagiere bei AirBaltic demnächst ihren „Traumsitznachbar“ finden.
Foto: dpa

Für viele Flugpassagiere könnte ein Traum in Erfüllung gehen: Eine lettische Fluglinie bietet jetzt den Sitznachbar nach Maß an. Trunkenbolde, plärrende Kinder und unangenehme Platzhirsche könnten dank Social Seating demnächst unter sich bleiben.

Der ewige Kampf um die Armlehne - im Flieger für viele das größte Ärgernis überhaupt. Das sagt eine klare Mehrheit in einer Umfrage des Reiseportals Lastminute.de. Demnach sind Dreiviertel der Deutschen im Flugzeug am meisten genervt von Sitznachbarn, die sich ausbreiten (73 Prozent). Knapp dahinter und damit fast genauso unangenehm sind betrunkene Passagiere (72 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen schreiende Kinder (51 Prozent).

In der großzügigen Business Class haben Passagiere für gewöhnlich nicht so große Probleme mit ihren Sitznachbarn.
In der großzügigen Business Class haben Passagiere für gewöhnlich nicht so große Probleme mit ihren Sitznachbarn.
Foto: dpa

Insgesamt führen die fliegenden Platzhirsche auch im europäischen Vergleich: so empfinden das 60 Prozent der über 6.000 Teilnehmer der Umfrage, die in fünf Ländern durchgeführt wurde (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien).

Bei der lettischen Fluglinie AirBaltic könnte das Leid mit dem unangenehmen Sitznachbarn bald ein Ende haben. Die Airline hat ein System entwickelt, das Passagiere mit ähnlichen Interessen nebeneinander platziert. Vor Flugantritt hat der Reisende vier verschiedene Varianten zur Auswahl – ungestört arbeiten, Geschäftskontakte knüpfen, einen Smalltalk führen oder komplett ungestört reisen.

Für Social Seating gleicht die lettische Airline auch die angegebenen Interessen der Passagiere bei Facebook ab.
Für Social Seating gleicht die lettische Airline auch die angegebenen Interessen der Passagiere bei Facebook ab.
Foto: AirBaltic

Damit aber nicht genug: Wer auch noch freiwillig Angaben zu Ausbildung, Beruf, Hobbys und Sprachkenntnissen macht, steigert die Wahrscheinlichkeit, am Ende neben seinem „Traumsitznachbar“ zu landen. Außerdem greift AirBaltic auf die im Online-Netzwerk Facebook aufgeführten Interessen zurück.

Der Profilabgleich der Passagiere soll laut Airline automatisch über eine Datenbank erfolgen. Die Identität der Reisenden ist dabei anonym. Ab wann gibt es den Sitznachbar nach Maß? AirBaltic will mit dem kostenlosen Angebot namens „SeatBuddy“ bereits Ende Juni starten.

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