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Ein Berliner in Thailand: Bei Bodo gibt's den Elefanten-Führerschein

Elefantendame Mae Kam Noi und ihr Junges führen ein gutes Leben im Camp des Deutschen.
Elefantendame Mae Kam Noi und ihr Junges führen ein gutes Leben im Camp des Deutschen.
 Foto: privat

Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken - der Elefanten!

Zumindest im Norden Thailands, wo immer mehr Touristen im Urlaub mit Dickhäutern leben, unter fachkundiger Begleitung durch den Dschungel reiten, dabei die Natur und das Leben von Bergvölkern erkunden.

Ausgerechnet ein ehemaliger Pfleger des Berliner Tierparks Friedrichsfelde zählt heute in Thailand zu den angesehensten Elefantenführer und -trainer. Die Tiere brauchen auch dringend Hilfe. Denn die Zahl der Dickhäuter wird in Asien immer kleiner und ihr Leben vielerorts immer trauriger.

Sanfter Tourismus hilft Tier und Mensch. Das Dickhäuter-Camp in Mae Sapok, das Boas Dickhäuter-Camp in Mae Sapok, das Bodo Jens Förster mit seinem thailändischen Partner Chai Nam Tsetang aufgebaut hat, liegt am Rande des „Doi Inthanon“-Nationalparks.

Es ist vor allem wegen seiner Urwald-Exkursionen und einem 14-Tage-Kurs mit Elefanten-Führerschein beliebt.

Der Deutsche nickt lächelnd auf die Frage, ob er ein „Verrückter“ in Sachen Dickhäuter ist. „Als Elefantenpfleger in Berlin-Friedrichsfelde habe ich von der Begegnung mit den Tieren in ihrer ursprünglichen Natur geträumt.“

Knapp ein Jahr nach dem Mauerfall reiste er nach Thailand. Dort lernte der langhaarige 46-Jährige sein Handwerk bei den Mahouts, wie die Elefantenführer beim Bergvolk der Karen heißen. Dazu gehörten viel Verständnis, Gefühl und vielleicht auch ein wenig Glück.

Förster erinnert sich: „Bewege diesen Elefanten- sagte mir einer der Mahouts. Ich konnte ihn tatsächlich bewegen, durfte bleiben und lernen. Ich akzeptiere Tiere, Menschen und Natur. Deshalb wurde ich schon damals hier akzeptiert.“

Gäste und Elefanten-Fans aus dem Rheinland, aus Berlin, Hamburg, Zürich, Wien und Sydney bestätigen das, auch die Unternehmensberaterin Bianca Horna aus Frankfurt . Die 39-Jährige sitzt ganz entspannt auf Mae Geo, die beim Dschungelausritt gerade wieder eine Naschpause einlegt und am Bambus zupft.

Ausritt, Lenken, Führen, Wenden auf engem Raum, auch Stämmestapeln, Baden und Waschen im Fluss sowie das Aufschnallen des Sitz- und Lastenkorbs gehören zum 14-tägigen Kurs mit den grauen Riesen.

„Jungtiere sollten wenigstens vier Jahre bei ihrer Mutter bleiben dürfen“, sagt Bodo Jens Förster. In vielen Camps und auf Farmen würden Elefanten zu früh getrennt. Der Deutsche stolz, dass sich bei ihm die Dickhäuter wohlfühlen. Acht ausgewachsene Elefanten, davon ein Bulle, leben im Camp, außerdem fünf hier geborene Jungtiere. Bis auf ein Tier sind alle Elefanten, die mit Touristen arbeiten, gemietet. Die Eigentümer leben in einem Dorf an der Grenze zu Birma.

Der Unterhalt eines Elefanten kann bis zu 25 Euro am Tag kosten. Ein Jumbo verschlingt täglich bis 200 Kilo Grünzeug, braucht 100 Liter Wasser.
„Unsere Elefanten sind halbwild, nachts sind sie im Wald, suchen sich ihre Nahrung, tags müssen wir zufüttern“, sagt Förster.

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