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clever-hotels.com: Insolvenz: Kriegen 50.000 Reisende nix zurück?

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Durch die Insolvenz der Hamburger Firma Navelar müssen nun viele Kunden damit rechnen, das Geld für die im Internet gebuchten Hotelaufenthalte nicht zurückzubekommen.
Durch die Insolvenz der Hamburger Firma Navelar müssen nun viele Kunden damit rechnen, das Geld für die im Internet gebuchten Hotelaufenthalte nicht zurückzubekommen.
Foto: dpa
Hamburg –  

Nicht so clever: Auf der Internetseite clever-hotels.com wurden günstige Hotelangebote angepriesen. Die Seite wurde betrieben von der Hamburger Navelar GmbH. Die ist nun pleite - und die Reisenden gucken in die Röhre.

Das Portal clever-hotels.com war nur ein Mittler zwischen den Buchenden und Hotelgroßhändlern, über welche die "Schnäppchen" zustande kamen. Von dieser Art Vermittlungsportalen gibt es viele im Internet. Als jedoch die bevorstehende Insolvenz bekannt wurde, haben die Großkunden die Buchungen bei den Hotels storniert, da sie fürchteten, von Navelar nicht bezahlt zu werden. Den Schaden tragen die Reisenden.

Im Internet beschweren sich jetzt die empörten User des Portals. Manche von ihnen erschienen bei dem gebuchten Hotel, nur um herauszufinden, dass ihre Buchung storniert war. Sie mussten also ein zweites Mal bezahlen. Dietmar Penzlin, der momentane Insolvenzverwalter des Unternehmens, schätzt, dass etwa 50.000 Menschen von der Firmenpleite betroffen sind. Auf der Webseite von Navelar heißt es nun "Die Unternehmen, über welche wir Hotelzimmer für unsere Kunden gebucht haben, haben am Nachmittag des 23.08.2013 angekündigt, alle Buchungen der Navelar GmbH zu stornieren. Hiervon dürfte auch Ihre Buchung betroffen sein". Wenn bei allen dieser Kunden die Hotelbuchung storniert wurde, könnte sich der Gesamtschaden auf rund 15 Millionen Euro belaufen.

clever-hotels.com warb mit Schnäppchen-Angeboten für Hotelbesuche - nun wurden alle Buchungen storniert.
clever-hotels.com warb mit Schnäppchen-Angeboten für Hotelbesuche - nun wurden alle Buchungen storniert.
Foto: Logo clever-hotels

Navelar ist in nobler Lage ansässig: Die Firma residiert am Ballindamm 13, allerdings weist kein großes Schild darauf hin. Details zu dem Unternehmen sind bisher sehr nebelig. Navelar soll seit 2007 existieren - mehr ist nicht bekannt. Gegen Geschäftsführer Marcel H. ermittelt die Staatsanwaltschaft Hamburg nun wegen Insolvenzverschleppung und Betrug.

Über Preisvergleich-Seiten wie die Expedia-Tochter "Trivago" verbreitete clever-hotels seine Angebote. Mithilfe von teuer eingekauften Google AdWords platzierten sie sich in den Ergebnislisten von Suchmaschinen weit oben. Dadurch ließen sich viele Kunden anlocken.

Und an ihrem finanziellen Schaden sind die Internet-Bucher selbst auch nicht ganz unschuldig: Die meisten Menschen buchen ihre Urlaube vermehrt über billige Angebote im Internet. Daran ist generell nichts auszusetzen, doch viele informieren sich nicht sehr gut über die damit verbundenen Risiken. Besonders Vorauszahlungen sind gefährlich, da sie in solchen Fällen schwer zurückzubekommen sind. Reisesicherungsscheine, die einen vor den Folgen einer Insolvenz schützen, sind nur für Veranstalter von Pauschalreisen vorgeschrieben.

Am Beispiel der Navelar-Pleite zeigen wir, wie Sie sich bei Internetbuchungen schützen können.

Gleich geht s weiter: Bitte einfach kurz die Frage zum Spot beantworten.

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