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Elfenbein, Viagra...: Diese Souvenirs machen am Zoll Ärger

Vorsicht beim Kauf von exotischen Souvenirs. Sie mögen gut aussehen, aber oft ist die Einfuhr nach Deutschland verboten.
Vorsicht beim Kauf von exotischen Souvenirs. Sie mögen gut aussehen, aber oft ist die Einfuhr nach Deutschland verboten.
Foto: dpa

Böse Überraschung beim Zoll: Wenn Urlauber Elfenbein, Kroko-Handtaschen oder Markenfälschungen nach Deutschland mitnehmen, machen sie sich strafbar. Wir zeigen, welche skurrilen Souvenirs am Flughafen schon beschlagnahmt wurden.

Die Lust, ein ausgefallenes Souvenir aus dem Urlaub mitzubringen, ist bei Touristen stark ausgeprägt. Bunte Korallen-Ketten, Schnitzereien aus Elfenbein, Taschen aus Schlangenleder und seltene Muscheln oder Pflanzen sind dabei ganz besonders beliebt.

Endstation Zoll

Am Zoll in Deutschland kommt für viele Urlauber aber ein böses Erwachen, denn mit der Einfuhr machen sie sich wegen „Verstoß gegen die Artenschutzverordnung“ strafbar. Über 1.200 Mal wurden die Zöllnerinnen und Zöllner im Jahr 2011 fündig
und beschlagnahmten fast 110.000 geschützte Objekte. 69,5 Prozent davon stellten sie an deutschen Flughäfen sicher.

Einige Urlauber sind sicher ahnungslos, andere schmuggeln jedoch bewusst. Die Zollbeamten fanden dieses Jaguarfell in einem eingerollten Badehandtuch.
Einige Urlauber sind sicher ahnungslos, andere schmuggeln jedoch bewusst. Die Zollbeamten fanden dieses Jaguarfell in einem eingerollten Badehandtuch.
Foto: dpa

Das strikte Verbot hat seinen guten Grund, denn der Schmuggel mit Produkten, die aus geschützten Tieren oder Pflanzen hergestellt wurden, hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Dabei geht es gerade um Tiere und Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. Und jeder Souvenirkauf verringert die ohnehin bedrohten Bestände weiter.

Zu den verbotenen Mitbringseln gehören lebende Tiere, wie Greifvögel, Papageien und Affen, sowie Pelze von Leopard, Tiger, Jaguar und Ozelot. Gleichfalls verboten sind Produkte aus tierischen Teilen, wie Elfenbeinschnitzereien, Arbeiten aus Schildkrötenpanzer oder Produkte aus Krokodil- und Schlangenleder. Ebenso tabu sind Riesenmuscheln, zahlreiche Kakteen und Orchideenarten sowie Korallen.

Vorsicht, Fälschung!

Vorsicht gilt genauso bei gefälschten Markenschnäppchen und nachgemachten Kosmetikprodukten. Im Jahr 2011 hat der deutsche Zoll Plagiate im Wert von fast 83 Millionen Euro (2010: 96 Millionen Euro) beschlagnahmt.

Marken- oder Produktfälschungen sind beliebte Schmuggelware, sind sie in Urlaubsländern doch zum Spottpreis zu haben.
Marken- oder Produktfälschungen sind beliebte Schmuggelware, sind sie in Urlaubsländern doch zum Spottpreis zu haben.
Foto: dpa

Die Zollbeamten haben viel zu tun. Die meisten Reisenden versuchen sich mit Unwissenheit herauszureden. Beliebt sind auch Ausreden wie „Das Tier ist doch schon tot“ oder „Diese Tasche besitze ich schon seit vielen Jahren.“ Aber das nützt alles nichts, der Urlauber muss trotzdem zahlen. Das Ausmaß der Strafe reicht je nach Verstoß von einem kleinen Verwarnungsgeld bis hin zu empfindlichen Bußgeldern. Im Einzelfall kann es sogar zu einer Haftstrafe kommen. Eines ist aber sicher: Sein Urlaubssouvenir ist der Urlauber in jedem Fall los.

Was der Zoll den Souvenirjägern am Flughafen alles abgenommen hat, zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie.

Lebende Frösche aus dem Regenwald, eingelegte Schlangen und Elfenbein-Schnitzereien: Zum Start der Urlaubssaison 2013 warnen Zoll und Umweltschützer wieder vor illegalen Mitbringseln. Lesen Sie hier, wie 2012 die Bilanz des Zoll ausgefallen ist.

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