Aachen - Eine blutende Platzwunde über dem Auge und eine dick geschwollene Lippe sind das Ergebnis der Übersetzung eines englischen Liedtextes ins Deutsche.
So geschehen in einer Aachener Diskothek, als sich an der dortigen Theke männliches Publikum versammelt hatte und dem ausschließlich weiblichen Treiben auf der Tanzfläche frönte.
Offensichtlich durch den eindeutigen Text sexuell animiert, wandte sich ein Thekensteher seinem bis dato unbekannten Thekennachbarn zu und lieferte ihm unaufgefordert die unmissverständliche deutsche Übersetzung ins Ohr.
Die eigentlich wortwörtlich getätigte Übersetzung, die zu einer sexuellen Handlung auffordert, fand allerdings beim Thekennachbarn nicht den richtigen Ansprechpartner.
Darauf verzichtend zu erklären, dass er mit Sicherheit der falsche Adressat sei, schlug der ganz in weiß gekleidete Mann dem Übersetzer mit der geballten Faust ins Gesicht. Unmittelbar danach gab es einen weiteren gezielten Schlag auf die Unterlippe. Dieser Schlag zeigte seine Wirkung bis zum Eintreffen der Polizei.
Die Ermittlungen nach dem Schläger gestalteten sich an Ort und Stelle sehr schwierig. Und das, bwohl das Opfer von einem ganz in weiß gekleideten Täter sprach. Eigentlich ein guter Ermittlungsansatz. Allerdings in diesem Fall weniger. Den Beamten gegenüber standen vier achselzuckende Männer, allesamt in weißer Malerberufskleidung.
Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Zwei Schlüsse können aus dem Sachverhalt gezogen werden:
1.) Man darf nicht alles wort-wörtlich nehmen
2.) Perfektes Beherrschen einer ausländischen Sprache birgt auch Gefahren.
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