Nur noch drei mal schlafen und dat Trömmelchen jeht: Donnerstag ist Weiberfastnacht!
EXPRESS.DE hat die wichtigsten Trends, Fakten und Zahlen rausgesucht, damit die Vorfreude so richtig steigt.
Die häufigste Frage - an den tollen Tagen nicht nur von Frauen gestellt: Was ziehe ich nur an?
Michael-Jackson-Kostüme gehören zu den Rennern bei den Karnevalskostümen in diesem Jahr. Passende Nadelstreifenanzüge oder Paillettenjacken plus Hut und Perücke sind schon ab 60 Euro zu haben. Daneben greifen Männer immer noch am liebsten zum Piratenlook.
Und die Frauen? Da ist alles gefragt, was mit Glitzer und Glitter an die 70er und 80er Jahre erinnert. Schrill und sexy sind die vielversprechenden Stichworte.
Die 16-jährigen Samara sieht das auch so. Gerade hat sie ein Rüschenkleid mit Schnürmieder angezogen, die Farbe Pink lockte. Für eine Karnevalsparty sei es aber trotzdem noch nicht so das Richtige, findet Samara. „Kurz muss es sein“, sagt sie, „bein- und schulterfrei“. Und als Kopfschmuck noch „ein Paar Öhrchen“.
Männer verkleiden sich gerne nach der Devise "Einmal ein anderer sein". Karneval werden solche Wünsche wahr. Sascha Hoffmann wird dieses Jahr Flugkapitän. „Welcher Junge träumt nicht davon!“, strahlt er, als er in der Kabine neben Samara das blaue Jackett mit den weißen Ärmelstreifen anprobiert. Was die Sache noch schöner macht: Er wird mit einem „Haufen“ als Stewardessen verkleideter Frauen feiern. Jetzt noch Pilotenbrille und Mütze. Das Jackett hat er eine Nummer größer gewählt: „Damit ich noch einen Pullover drunter ziehen kann, wenn's kalt ist.“
Kinder lieben Plüschkostüme. „Für Kinder ist der Dino der Hit“, sagen der Fachverkäufer. Bei Erwachsenen gehe es quer durch alle Tierarten. „Nur Schweine sind nicht gefragt - trotz Schweinegrippe“, wundert er sich. Zum Karnevalsstart am 11. November sei das noch anders gewesen: „Da wurden jede Menge Schweineschnauzen verkauft.“
Ungebrochen auch der Trend zum Selbernähen. Ob man nun Leopard, Elfe oder Clown sein will, günstiger und vor allem individueller sind die selbstgemachten Kostüme auf jeden Fall.
Was der Karneval insgesamt an Umsatz für die Region bringt? In der Box gleich über die Zahlen staunen und weitere interessante Infos lesen.
Die Beratungsfirma Boston Consulting Group bescheinigt dem Kölner Karneval eine Wirtschaftskraft von rund 460 Millionen Euro.
So setzen sich Millionen zusammen::
- 540.000 Taxifahrten, zwei Millionen Fahrten mit ÖPNV, 260.000 Fahrten mit Busunternehmen, 590.000 Fahrten mit der Bahn und 50.000 Flugreisen (Umsatz von 67,1 Millionen Euro)
- 680.000 Besucher von Bällen und Karnevalssitzungen (Umsatz 63,2 Millionen Euro)
- 1,5 Millionen Kostüme und 460.000 Accessoires (Umsatz 62,6 Millionen Euro)
- 957.000 Kneipenbesucher (Umsatz 47,9 Millionen Euro)
- 263.000 Hotelübernachtungen (Umsatz 39,5 Millionen Euro)
- 60.000 private Feiern (Umsatz 44 Millionen Euro)
- 204.000 Friseurbesuche (8,1 Millionen Euro Umsatz)
- 104.000 Orden (5,1 Millionen Euro Umsatz)
Bei den Rosenmontagsumzügen in den nordrhein-westfälischen Karnevalshochburgen können die Jecken auch in diesem Jahr tonnenweise „Kamelle“ fangen.
In Düsseldorf haben die Karnevalsgesellschaften wie im vergangenen Jahr auch 44 Tonnen Süßigkeiten eingeplant, die sie von den Umzugswagen unter das närrische Volk bringen wollen, wie Hans-Peter Suchand vom Comitée Düsseldorfer Karneval ankündigte.
Auch für den großen Umzug in Bonn am Rosenmontag (15. Februar) werden „ähnliche Mengen“ vorbereitet, wie Wilhelm Wester vom Festausschuss Bonner Karneval sagt.
Beim größten Rosenmontagsumzug in Köln werden in diesem Jahr 300 Tonnen Süßigkeiten geworfen, wie die Organisatoren vom Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V. auf ihrer Internethomepage mitteilen. Darunter seien über 700 000 Schokoladentafeln, über 220 000 Schachteln Pralinen, über 300 000 Blumensträuße („Strüßjer“) und Tausende Stoffpuppen.
Hunderte Sanitäter werden sich am Rosenmontag um die feiernden Jecken kümmern.
Am Rande des Karnevalumzugs in Köln werden mindestens 130 Rettungshelfer kleine Verletzungen oder auch die große alkoholbedingte Übelkeit behandeln, wie Daniel Leopold von der Berufsfeuerwehr erzählt. Zudem würden extra für den Höhepunkt der Karnevalszeit vier Sanitätszelte aufgebaut.
Auch beim konkurrierenden Rosenmontagsumzug in Düsseldorf werden die Hilfskräfte mit einem Großaufgebot im Einsatz sein. Laut dem Sprecher der städtischen Feuerwehr, Heinz Engel, sind insgesamt 255 Sanitäter und Rettungskräfte und 21 Rettungsfahrzeuge eingeplant. Die allermeisten gesundheitlichen Probleme seien am Rosenmontag eindeutig auf den überhöhten Alkoholkonsum zurückzuführen. „Wir haben allerdings auch schon Insektenstiche behandelt“, schmunzelt er, „auch eine Geburt war schon dabei.“
Ob aus Leichtsinn, Selbstüberschätzung oder Sorglosigkeit: An Karneval setzen sich immer wieder Autofahrer alkoholisiert ans Steuer. Weil diese Jecken sich und andere in Gefahr bringen, weitet die Polizei an den tollen Tagen die Kontrollen in der Regel aus.
Bereits bei 0,3 Promille beginnt die relative Fahruntüchtigkeit. Wer der Polizei durch seine Fahrweise auffällt oder gar einen Unfall verursacht, muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen.
Kraftfahrer, die mit 0,5 Promille erwischt werden, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Neben Bußgeldern von 500 bis 3.000 Euro und vier Punkten droht Ersttätern ein Fahrverbot von einem Monat.
Unabhängig davon, ob ein Fahrfehler vorliegt, beginnt bei 1,1 Promille die absolute Fahruntüchtigkeit, die in einer Kontrolle mit sieben Punkten, Geld- oder Freiheitsstrafen und mit dem Entzug der Fahrerlaubnis endet.
Für Fahranfänger vor Vollendung des 21. Lebensjahres oder in der Probezeit herrscht absolutes Alkoholverbot am Steuer. Bei Verstößen sind 250 Euro Bußgeld und zwei Punkte fällig.
Zur medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) müssen alle, die bei Kontrollen mit 1,6 Promille erwischt werden. Auch Radfahrer!
Vorsicht auch am Tag danach: Mit Restalkohol im Blut lieber auf Bus und Bahn umsteigen!
Intrum Justitia und EXPRESS suchten Ihren jecksten Schnappschuss der Session: HIER sind die Gewinner.
Gerade die jüngeren Fastelovendsfründe formieren sich im Internet gegen das Sessions-Motto „Köln hat was zu beaten”. Bei Facebook haben sich innerhalb weniger Stunden rund 1400 Motto-Gegner zusammengefunden.
Im Schnitt 200 Auftritte in nur sechs Wochen. Nach der stressigen Karnevals-Session sind unsere kölschen Stars reif für die Insel!
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