Eine Woche lang geht's in Köln um Bronze, Silber und Gold:
Samstag starten die achten Gay Games, die olympischen Spiele für Schwule, Lesben und Bisexuelle.
Doch die Gay Games sind nicht nur ein sportlicher Wettkampf, sondern ein großes Fest für die Szene der ganzen Welt.
Schwule Chöre und lesbische Sport-Stars:
Neben dem Sport gibt es jede Menge Kunst und Kultur. Zum Beispiel die Ausstellung „Gegen die Regeln“ über schwule und lesbische Spitzensportler wie Martina Navratilova im Sport- und Olympiamuseum.
Musikalisch wird's in der Comedia mit internationalen Chören (1., 2. und 6. 8., 20 Uhr). Und in der Musikhochschule geben alle Musiker der Spiele zusammen ein Gala-Konzert (5. 8., 20 Uhr).
Spaß für Jungs und Mädels:
Die ganze Woche gibt es abends Partys - an unterschiedlichen Orten, mal für alle, mal nur für Jungs, mal nur für Mädels. Los geht's am Samstag mit der Colours-Party in der Lanxess-Arena.
Weiterer Höhepunkt: Die „White Party“, zu der man ganz in Weiß kommen muss und mit der die Spiele zu Ende gehen – am 7. August im Tanzbrunnen. Und jeden Abend wird ab 22.15 Uhr im Gloria gefeiert.
Die sportlichen Wettkämpfe werden in der ganzen Stadt ausgetragen:
Von Fußball bis Golf, von Laufen bis Schach, von Hockey bis Sportschießen, von Triathlon bis Turmspringen – kaum eine Sportart, die nicht bei den VIII. Gay Games vertreten ist.
Die meisten Wettkämpfe finden im Sportpark Müngersdorf statt. Weitere Wettkampfstätten: die Wolkenburg (Bridge), die Bowling-Arena-Spich und „10 Pin Bowling & Event “ (beides für Bowling). Wer bei den Seglern mitfiebern möchte, muss einen Ausflug ins niederländische Roermond machen. Radler und Inline-Fahrer machen am Sonntag beim Straßenrennen „Cologne Classic“ in Longerich und am Fühlinger See mit.
Bis auf wenige Ausnahmen ist der Eintritt zu allen Sportveranstaltungen frei. Zu den Ausnahmen gehören „Body Building“ (Sportpark Müngersdorf), Tanzen (Maritim Hotel) und Eiskunstlauf (Kölnarena 2). Außerdem muss für die Schwimmwettkämpfe im Stadionbad ein Tagesticket gelöst werden.
Alle Termine, Orte und Preise unter www.games-cologne.de
Schwimmende Flamingos in Pink: Ein fester Bestandteil jeder Gay Games: der „Pink Flamingo“-Wettbewerb (Stadionbad, 6. 8., ab 18 Uhr). In schrägen Kostümen werden am und im Pool schrille Choreographien vorgeführt.
Auch ein netter Hingucker: die Cheerleading-Wettbewerbe, die am 2. und 3. 8. auf dem Neumarkt ausgetragen werden.
Auf dem Neumarkt und auf dem Rudolfplatz sind auch die beiden „Villages“. Sie sind täglich von 12 bis 22 Uhr geöffnet und Treffpunkt für Sportler und Freunde. Hier gibt es auch Bühnen mit Showprogramm - darunter natürlich auch Auftritte von „Drag Queens“ und vielen Musikern. Außerdem gibt es viele Tipps, wo man außerhalb der Spiel was erleben kann.
Eröffnungsshow: Gänsehaut beim Einmarsch der Nationen:
Wie sich das für große Spiele gehört, wird die Eröffnungsfeiern am Samstagabend im Rhein-Energie-Stadion eine bombastische Angelegenheit. Mit dabei: Stars wie Taylor Dayne und Agnes, Außenminister und Schirmherr Guido Westerwelle, der die Eröffnungsrede hält, Olympiagewinner Matthew Mitcham, der den Eid für die Sportler schwört. Dazu gibt es eine Inszenierung mit Tänzern, Musikern und Feuerkünstlern von der Kölner Choreographin Maria Derfuß.
Der Höhepunkt wird aber sicher der Einzug der rund 10.000 Athleten, die wie bei Olympia hinter ihren Landesfahnen ins Stadion einmarschieren. Und natürlich haben auch die Gay Games ein Feuer, dessen Flamme von Fackelläufern ins Stadion getragen wird.
Infos unter www.games-cologne.de
In einer großen Feier mit Musik und vielen Tränen wurden die Gay Games beendet. Viele tolle Höhepunkte gab es an diesem Abend.
Bei den Wettkämpfen sind die Sportler und Fans der Gay Games im Medaillen-Fieber – in der City sind sie im Kaufrausch. Kölns Einzelhandel freut's: Die Kassen klingeln.
Nach den Wettkämpfen wird auf den Partys wild geflirtet. Aidshilfe verteilt 50.000 Kondome
Das Magazin zum schwul-lesbischen Sport- und Kulturevent in Köln mit Programmübersicht (31. Juli bis 7. August 2010).