Viersen - Heißes Prügel-Wochende im Kreis Viersen: Siebenmal wurde die Polizei zur Hilfe gerufen - immer wegen häuslicher Gewalt.
Die Geschlechterrollen waren dabei klar verteilt: Er säuft, schlägt und würgt - sie muss in ihrer Not die Polizei rufen. Zu ernsthaften Verletzungen kam es zum Glück nicht - dafür zu siebenfach zerstörtem Familienidyll.
Die Serie der Gewalttaten:
Fall 1 (Samstag, Dülken): Ein 35-Jähriger schlägt und würgt seine Lebensgefährtin: Zehn Tage Hausverbot.
Fall (Samstag, Viersen): Das Gleiche in grün - nur diesmal in Viersen. Der Schläger wird auf der Flucht gefasst: Gewahrsam, zehn Tage Hausverbot.
Fall 3 (Samstag, Schwalmtal-Amern): Ein besoffener Vater schlägt und tritt seine 25- und 26-jährigen Töchter - auch er kam in Gewahrsam und darf die Wohnung zehn Tage nicht betreten.
Fall 4 (Samstag, Lobberich): Er schlägt ihr mehrfach ins Gesicht. Das Ergebnis - raten Sie mal! Richtig, zehn Tage Hausverbot.
Fall 5 (Sonntagmorgen, Süchteln): Ein 23-Jähriger passt seine Verlobte nach einer Feier ab - Eifersucht! Aus Angst veriegelt sie von innen die Autotür. Das stört den jungen Mann nicht weiter, er schlägt kurzerhand die Scheibe ein - die Polizei kam rechtzeitig und konnte Schlimmeres verhindern. Diesmal gab´s keine zehn Tage.
Fall 6 (Sonntagabend, Viersen): Das alte Lied - ein 44-Jähriger schlägt im Suff seine Frau. Der zweite Schlag verfehlte alkoholbedingt zum Glück sein Ziel und zerstörte stattdessen einen Glastisch.
Fall 7 (Sonntagabend, Viersen): Eine 42-jährige Frau muss mit ihrer elfjährigen Tochter aus ihrer Wohnung flüchten. Der Grund: Der Lebensgefährte der Frau hatte den Beiden massiv gedroht - die Polizei nahm den Mann in Gewahrsam.
Die Polizei ist über die Anhäufung der Fälle häuslicher Gewalt erschüttert und stellt klar: Diese Gewalttaten sind kein Kavaliersdelikt - sie werden von der Polizei mit aller Konsequenz verfolgt.
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