Mönchengladbach - Der Umschlag lag in einer Umkleidekabine auf dem Fußboden.
Als Jessica Wieler (25), Verkäuferin bei Woolworth auf der Stresemannstraße in Mönchengladbach-Rheydt, die Kabine Freitagmittag aufräumen wollte, entdeckte sie das Kuvert. Und wollte zunächst ihren Augen nicht trauen.
Denn ohne den Umschlag überhaupt in die Hand genommen zu haben, war klar, da steckt Geld drin - viel Geld. Die Scheine quollen nur so heraus. Jessica Wieler zum EXPRESS: „Ich habe mich gebückt, den Umschlag aufgehoben. Er war prall gefüllt mit Euro-Geldscheinen. Mir ist fast schwindelig geworden.“
Aber sie zögerte keine Sekunde, ging schnurstracks zur Zentralkasse des Warenhauses und gab den Umschlag ab. Gleichzeitig tauchte dort ein völlig verzweifelter Mann aus Armenien auf. Ein früherer UN-Mitarbeiter, der aus Österreich angereist war, um sich in Mönchengladbach ein Auto zu kaufen. Dazu hatte er sich seine Pension auszahlen lassen - 50.000 Euro.
Beim Umziehen in der Kabine fiel ihm der Umschlag mit dem Geld aus der Tasche. Die Polizei: „Der Mann war überglücklich, hat sich bei der Frau überschwänglich bedankt und ihr sofort 2000 Euro Finderlohn zugesteckt.“
Jessica Wieler: „Ehrensache für mich, das Geld abzugeben. Den Finderlohn kann ich natürlich gut gebrauchen. Mein zweijähriger Sohn Niklas wird sich freuen. Schließlich ist ja bald Weihnachten...“
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