Düsseldorf - Es sollte die größte Demo der Schüler und Studenten in NRW zum Thema Bildung werden.
Doch am Ende verdarben die Demo-Organisatoren den bis dahin positiven Eindruck mit einer Provokation der Polizei durch eine Sitzblockade auf der Heine-Allee.
Rund 3.000 Schüler und Studenten aus ganz NRW hatten am Mittag friedlich in der Innenstadt für mehr Investitionen in die Bildung demonstriert. Teilweise mit sehr witzigen Transparenten und Plakaten.
Doch am Ende verblassten die bildungspolitischen Forderungen gegenüber einer billigen Provokation der Polizei – offenbar mit angestachelt durch Demo-Anmelder Frank Laubenburg, Ratsherr der „Linken“.
Er löste die Demonstration gegen 15.30 Uhr am Burgplatz auf, obwohl dort angeblich eine Abschlusskundgebung stattfinden sollte. Die Demonstranten wüssten ja, was sie jetzt in dieser „schönen Stadt“ zu tun hätten, soll Laubenburg per Mikrofon durchgegeben haben.
Praktisch zur gleichen Zeit hatten Mitglieder der Antifa die Kreuzung Heinrich-Heine-Allee/Elberfelder Straße blockiert. Wenig überraschend tauchten nach Laubenburgs Worten zahlreiche weitere Demo-Teilnehmer aus dem linken Spektrum an der Blockade auf. Die Polizei verhielt sich lange Zeit ruhig, ließ die Blockierer über eine Stunde gewähren, um eine Eskalation zu vermeiden. Irgendwann musste die Einsatzleitung allerdings reagieren.
Nach drei vergeblichen Aufforderungen, die Kreuzung freiwillig zu räumen, wurden die Blockierer (etwa 200 Personen) eingekesselt und anschließend 150 von ihnen in Gewahrsam genommen. Es dauerte aber noch bis in die Abendstunden, ehe die Kreuzung wieder frei geräumt war.
Besonders ärgerlich für die echten Demonstranten. „Ich protestiere gegen den schwindenden Einfluss der Studenten an den Unis und die Studiengebühren“, sagte Julie Müller (22). „Wir sind kein »Humankapital«, Bildung muss allen offenstehen!“, fand Simon Gutleben (18).
„Der Staat gibt den Banken Milliarden und uns nichts“, protestierten die Gymnasiasten Stephie (16), Gina (15) und Felix (15). „Wir kommen jetzt in die Oberstufe, da gibt es in manchen Kursen 40 Schüler und nur einen Lehrer“, berichten die Düsseldorfer. Noch schlimmer sind die Zustände an der Uni Wuppertal: „Wir haben Vorlesungen in Kinosälen“, berichtet Studentin Helena Robillard.
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