Empfehlen | Drucken | Kontakt

Mieterrecht: Mops ja, Neufundländer nein?

Vermieter dürfen Mietern nicht vorschreiben, welche Hunderassen sie halten dürfen und welche nicht.
Vermieter dürfen Mietern nicht vorschreiben, welche Hunderassen sie halten dürfen und welche nicht.
Foto: dpa

Vermieter dürfen Mietern nicht vorschreiben, welche Hunderassen sie halten dürfen und welche nicht. Solange die Hundehaltung im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist, dürften keine entsprechenden Vorgaben gemacht werden.

So berichtet der Deutsche Mieterbund unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 329/11). Fragen einer artgerechten Tierhaltung stellten sich nicht.
In dem verhandelten Fall hielt sich ein Mieter im dritten Stock eines Altbaus einen schottischen Hütehund. Hunde dieser Rasse wiegen in der Regel zwischen 18 und 28 Kilogramm. Der Vermieter verlangte vom Halter vor Gericht, den Hund abzuschaffen. Seine Begründung: Ein derart großes Tier könne in der Wohnung nicht artgerecht gehalten werden. Zudem werde die Wohnung im erhöhten Maße abgenutzt.

Vor Gericht hatte der Vermieter keinen Erfolg: Entscheidend sei der Wortlaut im Mietvertrag, befanden die Richter. Sei die Hundehaltung hier nicht verboten, dürfe ein Mieter auch einen schottischen Hütehund halten. Das gelte auch für eine Altbau-Etagenwohnung im dritten Obergeschoss in einer Großstadt. Konkrete Anhaltspunkte für eine erhöhte Abnutzung der Wohnung durch die Haltung des Hundes sah das Gericht nicht.

Gleich geht s weiter: Bitte einfach kurz die Frage zum Spot beantworten.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Recht
Besser nicht zu viel Zeit mit dem Handy verbringen.
Generation Smartphone
Wie Facebook, WhatsApp & Co. einen Arbeitsplatz gefährden können

Die Verlockungen des digitalen Zeitalters bringen Arbeitnehmer immer wieder dazu, auch am Arbeitsplatz das Internet für private Zwecke zu nutzen. Ab wann dies zu einer Straftat wird erläutert Rechtsanwalt Daniel Werfel.

Ihre Wohnung ist mehr als zehn Prozent kleiner als im Mietvertrag angegeben? Dann haben Sie das Recht, Mietminderung zu beantragen.
Neues Urteil
Weniger Wohnfläche kann weniger Miete heißen

Ist die Wohnung mehr als zehn Prozent kleiner als im Mietvertrag steht, können Betroffene eine Mietminderung beantragen – das ist auch rückwirkend möglich. Jede Abweichung unter zehn Prozent müssen Mieter jedoch hinnehmen.

Unterhaltsansprüche können schnell zu rechtlichen Streitigkeiten führen.
Familien- und Strafrecht
Was tun bei gefährdeter Unterhaltszahlung?

Leben Ehepartner in Trennung, kommt es schnell zu Streitigkeiten rund um Unterhaltszahlungen. Besonders wenn einer der Eheleute einen neuen Partner hat und mit diesem eine Wohnung teilt. Ein Experte gibt Informationen zu den rechtlichen Hintergründen.

Umfrage

Welche Rechtsthemen sind für Sie von besonderem Interesse?

Unsere Partner

Quiz
Weitere Links
Quiz
Impressum

Sonderveröffentlichungen der Zeitungsgruppe Köln

Verantwortlich
Redaktion Marco Morinello
Anzeigen Karsten Hundhausen

Verlag
M. DuMont Schauberg
Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG
Neven DuMont Haus
Amsterdamer Straße 192
50735 Köln