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Hundehalter in Klinik: Tier darf nicht verkauft werden

Weil sein „Herrchen“ in die Klinik kam, wurde ein Hund kurzerhand verkauft.
Weil sein „Herrchen“ in die Klinik kam, wurde ein Hund kurzerhand verkauft.
Foto: Soeren Stache. Rechte: dpa

Weil sein „Herrchen“ in die Klinik kam, wurde ein Hund kurzerhand verkauft. Nun soll er zu seinem Besitzer zurückkehren. Notfalls muss das Veterinäramt das Tier zurückkaufen, entschied ein Berliner Gericht.

Ohne Vorankündigung wurde der Hund eines kranken Berliners verkauft, als dieser im Krankenhaus lag. Das war nicht rechtens, das Tier muss zurückgegeben werden, wie jetzt das Berliner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren entschied. Zwar könne ein Tier in einer Notlage zunächst in Verwahrung genommen werden. Es dürfe aber nicht sogleich veräußert werden, teilte das Gericht am Montag weiter mit. Außerdem müsse eine solche Absicht vorher mitgeteilt werden (Beschluss vom 19. Februar 2013 - VG 24 L 25.13).

Der Hund war ins Tierheim gekommen, nachdem der Halter wegen einer psychischen Erkrankung als Notfall in eine Klinik gebracht worden war. In seiner Wohnung hatte die Polizei einen Hund und eine Katze gefunden.

Das Veterinäramt gab den etwa fünf Jahre alten Spitz-Corgi-Mix schon nach wenigen Tagen zur Vermittlung frei. Obwohl der Betreuer des Kranken der Behörde laut Gericht angeboten hatte, den Hund vorübergehend einer erfahrenen Halterin in Obhut zu geben, wurde das Tier Ende Januar verkauft.

Der Mann habe sich auch vor dem Klinkaufenthalt um seinen Hund gekümmert, das Tier sei in gutem Zustand gewesen, befand das Gericht. Zudem hätten die behandelnden Ärzte bescheinigt, dass der Hund zur Stabilisierung des Kranken beitragen könne.
Die Verwaltungsrichter entschieden nun, dass die Behörde das Tier notfalls von den neuen Haltern zurückkaufen müsse. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

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