Empfehlen | Drucken | Kontakt

Großeltern können Enkeln Unterhalt schulden: Mehr als Minzbonbons und Socken

Unter Umständen sind Großeltern dazu verpflichtet den Unterhalt der Kinder zu übernehmen.
Unter Umständen sind Großeltern dazu verpflichtet den Unterhalt der Kinder zu übernehmen.
 Foto: dpa

Sind beide Elternteile nicht in der Lage, den Unterhalt für ihre Kinder aufzubringen, können die Großeltern zur Zahlung verpflichtet werden. Können Mutter oder Vater jedoch einen Job annehmen, um den Unterhalt zu verdienen, sind die Großeltern außen vor. Das hat das Oberlandesgericht Hamm entschieden (Az.: ii-6 WF 232/12). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

In dem verhandelten Fall konnte der Vater dreier Kinder nur eingeschränkt arbeiten. Er zahlte deshalb nur einen Teil des Unterhalts. Die Kinder lebten bei ihrer Mutter, die geringfügig beschäftigt war. Der Großvater lehnte es ab, für seine Enkel zu zahlen: Die Mutter müsse sich stattdessen einen Vollzeitjob suchen. Das Gericht gab ihm Recht.

Großeltern haften für unterhaltsbedürftige minderjährige Kinder nach der Entscheidung der Richter nur nachrangig nach den Eltern. Eine Unterhaltspflicht käme auf sie nur dann zu, wenn beide Eltern nicht arbeiten gehen könnten. Dies sei aber hier nicht der Fall. Zwar habe die Mutter für drei Kinder zu sorgen, diese müssten aber nicht mehr die ganze Zeit betreut werden. Der Mutter könne es deshalb zugemutet werden, sich nach einer anderen Arbeitsstelle umzusehen.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Recht
Ferienhaus im Ausland: Im Erbfall, stellt sich die Frage, nach welchem Recht die Erbschaft abgewickelt werden muss, weil jeder Staat ein eigenes Erbrecht hat.
Vermögen im Ausland
Vom Rückzugsort zum Rechtsfall

Viele Deutsche besitzen im Ausland Immobilien. Oft besitzen sie noch Geldvermögen bei einer dortigen Bank. Kommt es zum Erbfall, stellt sich die Frage, nach welchem Recht die Erbschaft abgewickelt werden muss, weil jeder Staat ein eigenes Erbrecht hat.

Wert von Leistung und Gegenleistung ist für den Pflichtanteil nicht zwingend entscheidend.
Schenkung und Pflichtteil
Freundschaftspreise sind im Erbrecht nicht verboten

Wie geht das Erbrecht mit Schenkungen und sogenannten gemischten Schenkungen um? Gibt es eine grundsätzliche Regel oder wird das im Einzelfall entschieden? Erfahren Sie hier mehr.

Ob Rasenmähen oder Babysitten: Die Grenzen von netter Hilfe zu Schwarzarbeit sind fließend.
Helfen gegen Geld
Grauzone bei Schwarzarbeit ist groß

Auf das Baby aufpassen, beim Hausbau helfen oder den Rasen mähen - Nachbarn oder Freunde unterstützen sich oft gegenseitig. Eigentlich ist das auch kein Problem. Bekommt der Helfer Geld, kann aus der Hilfe schnell Schwarzarbeit werden.

Anzeigen

Sozietät Bietmann

neusser & muhs

Kanzlei Müller, Eicks und Winand

RA Müller-Stein

Rechtsanwalt Dr. Martin Riemer

RA Dr. Schaefer-Drinhausen

Jürgen F. Berners

Umfrage

Welche Rechtsthemen sind für Sie von besonderem Interesse?

Weitere Links
Quiz
Impressum

Sonderveröffentlichungen der Zeitungsgruppe Köln

Verantwortlich
Redaktion Marco Morinello
Anzeigen Karsten Hundhausen

Verlag
M. DuMont Schauberg
Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG
Neven DuMont Haus
Amsterdamer Straße 192
50735 Köln