Recht
Verbraucherrecht, Internetrecht, neue Gesetze, Rechtsschutz, aktuelle Urteile zu Miete und Arbeit

Empfehlen | Drucken | Kontakt

Tierhaltung: Vermieter darf bestimmte Hunderassen nicht verbieten

Ein schottischer Hütehund wiegt bis zu 28 Kilo - nicht gerade ein kleines Haustier. Allerdings gelang es einem Vermieter nicht, die Haltung des Vierbeiners im dritten Stock zu verbieten. Die Richter entschieden zugunsten des Herrchens.

Vermieter dürfen Mietern nicht vorschreiben, welche Hunderassen sie halten dürfen und welche nicht. Solange die Hundehaltung im Mietvertrag nicht ausdrücklich verboten ist, dürften keine entsprechenden Vorgaben gemacht werden, berichtet der Deutsche Mieterbund unter Berufung auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (Az.: VIII ZR 329/11). Fragen einer artgerechten Tierhaltung stellten sich nicht.

Mietvertrag ist entscheidend

In dem verhandelten Fall hielt sich ein Mieter im dritten Stock eines Altbaus einen schottischen Hütehund. Hunde dieser Rasse wiegen in der Regel zwischen 18 und 28 Kilogramm. Der Vermieter verlangte vom Halter vor Gericht, den Hund abzuschaffen. Seine Begründung: Ein derart großes Tier könne in der Wohnung nicht artgerecht gehalten werden. Zudem werde die Wohnung im erhöhten Maße abgenutzt.

Vor Gericht hatte der Vermieter keinen Erfolg: Entscheidend sei der Wortlaut im Mietvertrag, befanden die Richter. Sei die Hundehaltung hier nicht verboten, dürfe ein Mieter auch einen schottischen Hütehund halten. Das gelte auch für eine Altbau-Etagenwohnung im dritten Obergeschoss in einer Großstadt. Konkrete Anhaltspunkte für eine erhöhte Abnutzung der Wohnung durch die Haltung des Hundes sah das Gericht nicht.

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Recht
Das Kleingedruckte lesen und auf die Vertragslaufzeit achten: Wer einem Fitnessstudio beitreten möchte, sollte genau hinsehen, bevor er den Vertrag unterschreibt. Sonst kann es Ärger geben.
Knebelverträge
Wie kündige ich mein Fitnessstudio?

Viele Hobbysportler sind ewig im Fitnessstudio angemeldet, aber gehen nie hin. Verpassen sie die Kündigungsfrist, ist der Ärger groß. In manchen Fällen kommt man aber früher raus aus dem Vertrag - denn nicht alle Klauseln sind rechtens.

Nach dem Service folgt manchmal die böse Überraschung: Der Handwerker will für wenig Arbeit viel Geld sehen. Kunden sollten dann auf keinen Fall sofort und in bar bezahlen.
Schlampig, zu spät...
Darüber ärgern wir uns bei Handwerkern

Die Einbauküche ist falsch zusammengebaut, das neue Haus wird und wird nicht fertig - solche Probleme sind Klassiker, wenn es um Ärger mit dem Handwerker geht. Was können Kunden tun?

Keine Bagatelle: Das Zeigen des so genannten Stinkefingers gilt vor deutschen Gerichten immer noch als schlimmste Beleidigung und kostet je nach Verdienst zwischen 600 und 4000 Euro.
Strafe für Beleidigungen
Wie teuer ist der „Stinkefinger“?

Wohl jeder hat ihn schon mal anderen gezeigt, den Mittelfinger oder den „Vogel“. Aber das kann viel Geld kosten, wenn der Beleidigte Anzeige erstattet. Welche Schimpfwörter und Gesten sind weniger schlimm?

Politik & Wirtschaft
Neueste Bildergalerien
Brutto-Netto Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Wirtschaft und Finanzen
Alle Videos
Rechtsanwälte & Kanzleien
Weitere Links
Unternehmen im Rheinland
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook