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Notenzoff, Nachsitzen: Wichtige Tipps für Eltern zum Schulstart

Gibt es Streit mit dem Lehrer, sollte man das Gespräch suchen. Das Bild zeigt ein Klassenzimmer der Kaiserzeit im Schulmuseum Dresden - so streng sind die Pauker zum Glück nicht mehr.
Gibt es Streit mit dem Lehrer, sollte man das Gespräch suchen. Das Bild zeigt ein Klassenzimmer der Kaiserzeit im Schulmuseum Dresden - so streng sind die Pauker zum Glück nicht mehr.
Foto: dpa

Vor kurzem machte der traurige Fall eines Schulschwänzers Schlagzeilen: Fast 1000 Tage hatte ein heute 17-jähriger Junge im Unterricht gefehlt. Der Teenager musste die Schule ohne Abschluss verlassen, er kann weder schreiben noch lesen und somit auch keine Berufsschule besuchen. Nun wurde seine Mutter zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt - sie hat laut Berliner Amtsgericht ihre Fürsorge- und Erziehungspflicht verletzt.

In manchen Bundesländern stehen unentschuldigte Fehlstunden auf allen Zeugnissen und Schulbescheinigungen.
In manchen Bundesländern stehen unentschuldigte Fehlstunden auf allen Zeugnissen und Schulbescheinigungen.
Foto: dpa

Dieses Beispiel ist sicher extrem - trotzdem ist Schulschwänzen ein verbreitetes Problem. Eltern sind gesetzlich verpflichtet darauf zu achten, dass ihre Kinder regelmäßig den Unterricht besuchen. In Berlin geht man seit Februar 2011 streng gegen Schulschwänzer vor: Gleich am ersten Fehltag müssen die Lehrer Kontakt zu den Erziehungsberechtigten des Schülers Kontakt aufnehmen. Wenn pädagogische Maßnahmen nicht wirken, kann auch die Polizei eingeschaltet werden - sie bringt die Schüler dann in die Schule.

Schulpflicht in Deutschland

Die Schulpflicht ist in Deutschland in den einzelnen Landesverfassungen verankert. Die Vollzeitschulpflicht dauert in der Regel bis zum Abschluss des 9. Schulbesuchsjahres, in einigen Bundesländern bis zum Abschluss des 10. Schulbesuchsjahres. In Nordrhein-Westfalen beginnt die Schulpflicht für Kinder, die bis zum Beginn des 30. September das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres.

Doch was passiert im umgekehrten Fall - nämlich, wenn ständig der Unterricht ausfällt, weil Lehrer erkrankt sind?

In der Regel bekommen die Schüler Vertretungsunterricht. Doch vielen Schulen mangelt es an qualifiziertem Personal, was oftmals zu Ärger und Unverständnis bei den Eltern führt. „Es gibt bundesweit keine gesetzliche Regelung für die höchstzulässige Anzahl an Vertretungsstunden. Dagegen können Eltern also juristisch nicht vorgehen. Es bleibt ihnen nur, das Gespräch mit der Schule zu suchen“, rät Rechtsanwalt Dr. Alexander Wandscher von der Kanzlei Wandscher & Partner in Oldenburg.

Die Schule dürfe aber nicht dauerhaft hinter der Personalkapazität anderer vergleichbarer Schulen zurückfallen, so Wanscher, der auch Partneranwalt bei Roland-Rechtsschutz ist: „Der Regelunterricht muss so sichergestellt werden, dass der Lehrplan für die jeweilige Schulform und Schulstufe eingehalten wird.“ (gs/dpa)

Smartphones im Unterricht, Mobbing oder Streit mit dem Lehrer: Welche Rechte & Pflichten haben Schüler und Eltern sonst noch haben, erklärt unsere Bildergalerie:

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