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Bentley, Jaguar, Ferrari: Die Luxus-Töchter der Autoriesen

Kaum eine andere Marke wird bis heute so stark mit unermesslichem Luxus assoziiert wie Rolls-Royce. Inzwischen gehört sie zu BMW.

Kaum eine andere Marke wird bis heute so stark mit unermesslichem Luxus assoziiert wie Rolls-Royce. Inzwischen gehört sie zu BMW.

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Sie sind exklusiv, teuer und begehrt: Die Autos von Bentley, Ferrari oder Rolls-Royce. Das wussten Sie. Aber zu welchen Autokonzernen die Edelmarken gehören, wussten Sie das auch? Wir zeigen die Luxustöchter und ihre Mütter.

Ob Bugatti, Rolls-Royce oder Jaguar: Viele Automarken werden mit Luxus und viel Geld in Verbindung gebracht. Doch viele von Ihnen könnten alleine überhaupt nicht existieren. Zu teuer sind Entwicklung und Produktion, im Verhältnis zu den verkauften Stückzahlen.

Jaguar ist indisch

Deshalb stehen hinter den großen Namen oft große Konzerne, die in den meisten Fällen neben teuren Schlitten auch preiswerte Kleinwagen anbieten. Bestes Beispiel ist Jaguar: Seit über 75 Jahren steht die Marke für britischen Luxus und edle Fahrzeuge.

Nachdem die Marke seit 1989 unter der Ägide von Ford stand, sitzen die Eigentümer heute in Indien. Die Mutter Tata bringt zwar eine solide finanzielle Basis für Jaguar, aber auch krasse Gegensätze. So produzieren die Inder mit dem Nano gleichzeitig das billigste Auto der Welt.

Luxus und Masse von VW

Allerdings zeigt der VW-Konzern, dass Luxus und Masse bestens nebeneinander bestehen können. Bentley, Lamborghini und Bugatti gehören schon lange zu den Wolfsburgern. Zuletzt ist auch noch Porsche dazugekommen.

Geschadet hat es den Edelmarken bislang nicht: Auch wenn unter dem Blech häufig VW-Großserientechnik zum Einsatz kommt, sind die Luxus-Töchter bei den solventen Käufern beliebter denn je. Gerade Lamborghini und Bentley erzielen unter VW-Regie immer neue Absatzrekorde - auch wenn es verhältnismäßig kleine Stückzahlen bleiben.

Wir zeigen, welche Luxusmarke zu wem gehört:

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Die Tochter: Bentley

Bentley ist offizieller Hoflieferant des britischen Königshauses. Eine gute Kombination: So wie das Haus Windsor hat seit dem Jahr 1998 auch Bentley einen deutschen Hintergrund.

Die Mutter: Volkswagen

VW erwarb anno 1998 die Marke Bentley für rund 1,4 Milliarden D-Mark. Handelte es sich zuvor bei Bentley-Modellen um Rolls-Royce mit anderem Kühlergrill, wurde nun Wert auf eigenständiges Design gelegt. Unter dem Blech steckt seitdem VW-Konzerntechnik.

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Die Tochter: Mini

Rational gesehen ist ein Mini eigentlich nur bedingt praktisch und überdies recht teuer. Doch die britische Kultmarke hat bereits seit vielen Jahrzehnten treue Fans. Seitdem es die Neuauflage des Mini gibt, ist der kleine Flitzer zum beliebten Lifestyleobjekt junger Leute geworden.

Die Mutter: BMW

Die Mutter von Mini sitzt in München und heißt BMW. Im Rahmen des berühmtberüchtigten Rover-Deals der 1990er-Jahre war die Marke Mini gewissermaßen das Filetstück. Neben der bayrischen Mutter gibt es auch noch eine französische Tante: Die Motoren der aktuellen Mini-Generation entwickelte BMW gemeinsam mit Peugeot.

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Die Tochter: Lamborghini

Lamborghini ist Sportwagen-Faszination pur. Spätestens seit dem legendären Miura der 1960er-Jahre zählen die Autos der Stiermarke zu den Männerträumen schlechthin. Wirtschaftlich befand sich Lamborghini jedoch meistens nahe am Abgrund.

Die Mutter: Audi

Seitdem die VW-Tochter Audi das Ruder am Stammsitz im italienischen Sant´Agata Bolognese innehat, geht es mit Lamborghini steil bergauf. Ab 1998 verbesserten die Ingolstädter die Qualität und verhalfen der Sportwagenmarke zu neuen Absatzrekorden.

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Die Tochter: Rolls-Royce

Kaum eine andere Marke wird bis heute so stark mit unermesslichem Luxus assoziiert wie Rolls-Royce. Ursprünglich hatte VW sich die Rechte am Kühlergrill und der Kühlerfigur, nicht aber die Markenrechte gesichert. Hier schlug BMW zu, denn die Bayern hatten bereits seit 1995 Rolls-Royce mit Motoren beliefert.

Die Mutter: BMW

Seit der Übernahme teilen sich Rolls-Royce und BMW diverse Teile, etwa vom 7er. Allerdings wird die Verwandtschaft geschickt kaschiert. Apropos Verwandtschaft: Beide Firmen haben ihre Ursprünge im Flugmotorenbau. Noch heute baut eine unabhängige Rolls-Royce-Sparte Triebwerke, etwa für den Airbus A380.

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Die Tochter: Ferrari

Die Sportwagen von Ferrari gehören so untrennbar zu Italien wie Espresso und Pasta. Kein Wunder, dass die geplante Übernahme der Firma durch Ford in den 1960er-Jahren hohe Wellen schlug. Gesucht und gefunden wurde eine einheimische Lösung.

Die Mutter: Fiat

Seit 1969 gehört Ferrari zu Fiat. Die große Mutter prangt auf den Formel-1-Rennern der Marke und versorgt deren Piloten mit Kleinwagen im klassischen Rot.

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Die Tochter: Porsche

Die Beziehungen zwischen Porsche und VW reichen bis in die 1930er-Jahre zurück: Ferdinand Porsche entwickelte den späteren Käfer, der nach 1945 zur Basis des ersten Porsche-Sportwagens wurde.

Die Mutter: Volkswagen

Der ursprüngliche Plan von Porsche, die Mehrheit bei VW zu übernehmen, platzte 2009. Als Folge wandte sich das Blatt und Porsche wurde eine Marke innerhalb des Wolfsburger Konzerns.

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Die Tochter: Jaguar

Seit 75 Jahren steht Jaguar für britischen Luxus und edle Fahrzeuge. Nachdem die Marke lange unter der Ägide von Ford stand, sitzen die neuen Herren in Indien.

Die Mutter: Tata

Der indische Autogigant Tata bringt zwar eine solide finanzielle Basis für Jaguar, aber auch krasse Gegensätze. Das Minimalgefährt Tata Nano könnten sich Jaguar-Kunden gleich in zweistelliger Stückzahl leisten.

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Die Tochter: Volvo

Wer die neuen Eigentümer von Volvo kennenlernen will, muss ins chinesische Hangzhou reisen.

Die Mutter: Geely

In Hangzhou sitzt Geely, einer der größten Autohersteller Chinas. Der Firmenname bedeutet lautmalerisch im Chinesischen „Glück verheißende Automobile“. Im Frühjahr 2010 legte Geely für Volvo rund 1,8 Milliarden US-Dollar auf den Tisch.

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Die Tochter: Infiniti

Zwar ist Infiniti hierzulande erst seit kurzem auf dem Markt, doch in den USA ist die Nobelmarke bereits seit rund 20 Jahren etabliert. Die Ursprünge liegen in Japan.

Die Mutter: Renault

Bei Infiniti handelt es sich um die Nobelmarke von Nissan. Seit 1999 hält Renault 43,5 Prozent der Nissan-Anteile. Auswirkungen hat die Allianz unter anderem bei der Motorenentwicklung, von der auch Infiniti profitiert.

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Die Tochter: Lexus

Wie bringt man Luxusautos geschickt an den Kunden? Man sucht sich eine bekannte Nobelmarke oder vermarktet das Fahrzeug unter eigenem Namen. Doch gerade der letzte Fall birgt Risiken, man denke an den VW Phaeton. Um solch einen Fall zu vermeiden, wählte Toyota vor über 20 Jahren eine weitere Option und gründete das Nobel-Label Lexus.

Die Mutter: Toyota

Während die Marke Lexus in den USA blendend läuft, gelang der Durchbruch der Toyota-Tochter in Deutschland trotz technisch guter Produkte bislang noch nicht. Ein Grund dürfte die Dominanz von Audi, BMW und Mercedes im Nobelsegment sein.

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Die Tochter: Maserati

Noch eine italienische Kultmarke: Maserati. Anders als Ferrari setzte Maserati eher auf schnelle und kultivierte Gran-Turismo-Modelle. Heute teilen sich beide Marken diverse technische Komponenten, da es die Mutter so will.

Die Mutter: Fiat

1993 übernahm Fiat die Mehrheit bei Maserati. Die Folgen waren die Modernisierung der Werkhallen und neue Modelle wie der 3200 GT, die zur Gesundung der Sportwagenmarke beitrugen.

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Die Tochter: Lotus

Es macht sich immer gut, einen berühmten Namen im Konzern zu haben. Das dachten sich auch die neuen Besitzer der Leichtbau-Legende Lotus.

Proton

Proton aus Malaysia hat seit 1996 das Sagen bei Lotus. Seitdem kamen spannende Modelle wie die Elise und der Evora auf den Markt. Bis 2015 sind gleich mehrere neue Baureihen geplant.

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