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Partnersuche boomt: Normalos haben die besten Chancen

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Inzwischen suchen viele online nach einem neuen Partner.

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imago/Thomas Eisenhuth

Haben Sie wieder den Jahreswechsel allein unter Pärchen verbracht? Oder einsam vor der Glotze gesessen?

„Nein, so geht’s nicht weiter!“, sagt sich jeder dritte Single und hat sich als größten Vorsatz für 2016 geschworen: „Ich will mich endlich verlieben.“ In den ersten sechs Wochen des neuen Jahres registrieren Dating-Portale wie Parship und Elite einen satten Kundenzuwachs von 30 Prozent. 

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Single-Berater Christian Thiel (54) verrät, wie man bei der Partnersuche punkten kann.

Single-Coach gibt Tipps

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben – und das will geplant sein! Deutschlands bekanntester Single-Berater Christian Thiel (54) coacht seit Jahrzehnten Singles, hilft ihnen auch bei der Erstellung von Profilen für Dating-Börsen. 

„Normale“ Menschen haben bessere Chancen

Als größte „Ladenhüter“ bei seinen Seminaren entpuppen sich erstaunlicherweise große Frauen mit Modelmaßen. Frauen, nach denen sich jeder Mann auf der Straße umsieht.

Aber eben nur da, sagt Thiel. „Bei Dating-Portalen werden sie sofort weggeklickt nach dem Motto: Nicht meine Kragenweite.“ Es sei denn, sie fallen oberflächlichen „Trophäensammlern“ ins Auge.

Wie schön, wenn man da „nur“ Durchschnitt ist. Normalos haben getreu dem Motto „Gleich und Gleich gesellt sich gern“ viel größere Chancen, so der Single-Coach. Thiels Tipps:

Gesucht
Ideale Kontaktbörsen: Klassentreffen (viele gemeinsame Anknüpfungspunkte), Hochzeiten (viele neue Gesichter), Dating-Portale (Gemeinsamkeiten werden vorgefiltert), Freunde als Kuppler (kennen einen gut). Clubs und Karneval taugen eher für Affären, weil meist zu viel Alkohol im Spiel ist.

Seien Sie nicht zu oberflächlich. „Ich interessiere mich für Kultur“. Ach was! Lieber konkreter: Für Tanztheater oder Disney-Musicals. Reisen? Auch da konkreter sein: Eher Partyurlaub oder doch Fahrradurlaub in Flandern?

Besonders Frauen neigen dazu, ihr Bildungsniveau wie zum Beispiel den Doktortitel zu verschweigen. Das erhöht vielleicht die Chance auf mehr Dates, nur leider mit den Falschen.

Die wenigsten Männer kommen damit klar, wenn SIE ihnen intellektuell oder jobmäßig überlegen ist.

Anforderungskataloge zu erstellen ist schrecklich unhöflich. Beschreiben Sie lieber sich selbst genau.
Vermeiden Sie Allgemeinplätze wie „Partnerschaft auf Augenhöhe“, „Gleichberechtigt“.

Stellen Sie ein Foto zum Profil, das zeigt, wie sie wirklich aussehen, und bitte keines aus Fotografenhand oder ein mit Photoshop zur Unkenntlichkeit getuntes – sonst wird das erste Treffen garantiert eine Riesenenttäuschung.


Gefunden
Betreiben Sie möglichst wenig Aufwand. Die wenigsten Männer mögen aufgebrezelte Frauen. Wenn er allerdings im Business-Anzug kommt, erweckt es schnell den Anschein, sie zwischen Büro und Freizeit dazwischen geschoben zu haben.

Zur Begrüßung würde ich die Hand geben, zum Abschluss kann ein Wangenkuss möglich sein. Zu sehr auf Tuchfühlung zu gehen schreckt ab.
Wichtigste Regel: Eine Partnerschaft ist laut Statistik umso wahrscheinlicher und stabiler, wenn man sich mindestens drei- bis fünfmal getroffen hat, bevor es intimer wird.

Nicht interessiert? Nach 45 Minuten darf man sich verabschieden, ohne dass es unhöflich wirkt. Bloß keine Begründung liefern – das verletzt das Gegenüber nur.

Interessiert? Seien sie neugierig, versuchen Sie, Gemeinsamkeiten zu finden. Intime Fragen oder Monologe über den Ex schrecken indes ab.
Single-Test: Bieten Sie fürs zweite Date zwei, drei Wochenendtermine an. Finger weg, wenn er/sie nicht kann – da sucht jemand nur eine Affäre. 


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