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„Zanzu“: Onlineportal bietet Sexualkunde für Flüchtlinge

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Screenshot „Zanzu“

In westlichen Staaten werden Fragen rund um Sex, Verhütung und Geschlechtskrankheiten meist im Sexualkunde-Unterricht in der Schule erklärt. Doch in einigen arabischen und afrikanischen Ländern gibt es eine solche Aufklärung für Kinder und Jugendliche nicht.

Deshalb hat die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) das mehrsprachige Onlineportal „Zanzu“ ins Leben gerufen.

Zielgruppe sind Migranten. „Vor allem zu uns geflüchtete Menschen, die noch nicht lange in Deutschland leben, erhalten hier einen diskreten und direkten Zugang zu Wissen in diesem Bereich“, sagt Elke Ferner vom Familienministerium.

13 verschiedene Sprachen

„Zanzu“ bietet Aufklärung in 13 verschiedenen Sprachen (u.a. Arabisch, Türkisch, Farsi) und sechs Themenkomplexen: Körper, Familienplanung, Infektionen, Sexualität, Beziehungen und Gesetze.

Die einzelnen Unterpunkte wie Schwangerschaftsabbruch oder auch Scheidung werden in kleinen Texten, Comics und Audios erklärt.

Christine Winkelmann von der BzgA erklärte der „Süddeutschen Zeitung“, dass bei der Gestaltung großer Wert auf religiöse und kulturelle Befindlichkeiten gesetzt wurde.

Das Ergebnis sei überwiegend positiv aufgenommen worden.

(ckr)