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Gesund mit Hund: Dank "Charly" 14 Kilogramm abgenommen

Hier trainiert Alexander Haubrichs mit Kromfohrländer Charly.

Hier trainiert Alexander Haubrichs mit Kromfohrländer Charly.

Foto:

Eduard Bopp

Köln -

Was für ein großer Tag für mich und meinen Hund: Auch Charly hat die übliche Unruhe erfasst. Er hört das Rascheln der Ballonseide, als ich morgens die Treppe herunterkomme. Er sieht, wie ich die Sportschuhe schnüre, während er, der kleine Kromfohrländer, schon mal die Nase in den Wind hält und neugierig das Wetter prüft.

Alles wie immer. Doch beim ganz großen Lauf darf Charly leider nicht mit. Mit traurigen Augen bleibt er zurück. Dabei hat er einen großen Anteil daran, dass ich jetzt - nach siebenjähriger Pause - sogar wieder beim Köln-Marathon mit an den Start ging!

Die typische Faulenzerfalle: Seit dem ersten 42-Kilometer-Auftritt war aus mir eine ziemliche "Couch-Potatoe" geworden. Durch Chips, Kölsch und Glotze hatte sich mein Gewicht bedrohlich der Dreistelligkeit genähert, als wir plötzlich diesen Welpen bei uns hatten. Und Charly krempelte das Leben ganz schön um.

Frei nach dem Motto: "Gesund mit Hund".

Plötzlich war die Bewegung natürlicher Teil des täglichen Tagesablaufs. Erst wurden die kurzen Spaziergänge länger, dann übten wir das Joggen mit und ohne Leine - und Charly hatte daran so großen Spaß wie ich. Die Wahner Heide war unser "Jagdgebiet", aber auch am Strand der Bretagne waren wir trainieren.

Wieso der innere Schweinehund keine Chance hat

Das Schöne: Gegen so einen echten Vierbeiner hat der innere Schweinehund nicht den Hauch einer Chance. Raus muss man eh - und dann kann man auch laufen. Dabei muss man aber Rücksicht auf den tierischen Sportskameraden nehmen.

Für ausgedehntes Joggen sollte der Hund ein Jahr alt sein, also ausgewachsen. Ohne Jagdtrieb kann er auch frei laufen und sein Tempo bestimmen. Denn das monotone An-der Leine-Laufen ist nicht gerade die natürlichste Fortbewegungsform.

Während wir liefen, purzelten die Pfunde, die Form stieg an und der Marathon schien Ende Mai plötzlich ein realistisches Ziel. Charly freute sich über jede Trainingseinheit, selbst die langen Läufe über bis zu 32 Kilometer machten nichts. Und wenn ich nicht aufpasste, schleckte er mir nach dem Lauf mit Vorliebe den Schweiß von der Stirn.

Die Bilanz

Nach 14 Monaten mit Hund sind ebenso viele Kilos weg, die Hosen sind drei Nummern kleiner, und den Marathon lief ich in vier Stunden und zehn Minuten. Gesund mit Hund halt ...

Dass ich Charly aber am Renntag zu Hause lassen musste, hat wehgetan. Für nächstes Jahr ist deshalb ein Marathon im Sauerland anvisiert.

Der große Vorteil: Da darf auch Charly an den Start!

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