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Folgeschäden: Diabetes ist oft nur der Anfang

Diabetes - der Preis des süßen Lebens

Diabetes - der Preis des süßen Lebens

Diabetes ist oft nur der Anfang Wird Diabetes nicht rechtzeitig erkannt oder nichts dagegen unternommen, sind die Folgeschäden fatal. Seien Sie aufmerksam, denn Diabetes greift den ganzen Körper an. Diabetes kann zu Demenz, Wesensveränderungen, aber auch Störungen der Gedächtnisleistung führen. Der Grund: Diabetes verursacht Arteriosklerose (Arterienverkalkung).

Verschiedene Hirnregionen werden durch mangelnde Blutversorgung geschädigt. Diabetes erhöhte das Demenzrisiko um das 1,5- bis dreifache.

Schlaganfall

Ebenso auf das Konto von Durchblutungsstörungen und Erkrankungen der großen Blutgefäße geht der Schlaganfall. Alle zwölf Minuten erleidet ein Deutscher einen Schlaganfall, insgesamt sind es 44 000 Fälle pro Jahr. Diabetiker haben ein doppelt so hohes Schlaganfall- Risiko wie Menschen mit einem gesunden Stoffwechsel.

Augen

Diabetes kann zu Schädigungen der kleinsten Blutgefäße führen – sogenannte Mikroangiopathien. Diese führen zu Durchblutungsstörungen der Netzhaut. Die Folge davon sind Veränderungen des Augenhintergrunds mit Narbenbildungen, die zu Sehstörungen bis hin zur Erblindung führen können. Die diabetische Netzhauterkrankung (Retinopathie) ist mit 6000 Erkrankungen pro Jahr die häufigste Erblindungsursache bei Menschen zwischen dem 20. und 65. Lebensjahr. Alle 90Minuten erblindet in Deutschland ein Diabetiker.

Herz-Erkrankungen

Diabetes steigert dasArteriosklerose- Risiko (Arterienverkalkung). Hauptursache dieser Folgeerkrankungen ist eine Schädigung der kleinen und großen Blutgefäße (Mikro bzw. Makroangiopathie) durch den hohen Blutzuckerspiegel. Dabei kommt es zu direkten Schäden an den Blutgefäßwänden, die in Kombination mit schlechteren Fließeigenschaften des Blutes die Durchblutung verringern. Jedes Jahr sterben etwa 80 000 Deutsche an einem Herzinfarkt. Hinter vier von fünf Herzinfarkten steckt als Ursache Diabetes!

Nierenerkrankungen

Der Nierenschaden fängt meist schleichend an und wird daher fast immer erst dann bemerkt, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. Die Nierenkörperchen veröden, die Nierenfunktion geht zurück, und am Ende ist eine Nierenersatztherapie erforderlich. Bei 8000 Diabetikern jährlich versagen die Nieren, sie werden per Dialyse (Nierenersatztherapie) behandelt. Der diabetische Nierenschaden tritt meist nach einer Diabetesdauer von bis 20 Jahren auf.

Nervenstörung

Diabetes greift die Nerven an. Folge sind sogenannte Polyneuropathien. Sie führen zu Empfindungsstörungen, die in der Regel an den Füßen beginnen und dann in die Beine aufsteigen. Aufgrund des herabgesetzten oder gar fehlenden Schmerzempfindens werden Wunden nicht oder nicht rechtzeitig bemerkt. Hinzu kommt eine gestörte Wundheilung: Geschwüre (Ulcera), Wundfäule (Gangrän) und das Absterben von Gewebe (Nekrose) können folgen. Unter einem diabetischen Fußsyndrom leiden derzeit 240 000 Diabetiker. Pro Jahr sind bei 25 000 Erkrankten Amputationen nötig.