Angst vor Burnout?: Achten Sie auf diese Stress-Signale
Zu viel Stress kann krank machen. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, wann einem die Arbeit zu viel wird.
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Zu viel Stress kann krank machen. Deshalb ist es wichtig zu erkennen, wann einem die Arbeit zu viel wird.
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Schon von Kindern wird Leistung erwartet. Im Job steigt der Druck weiter an. Viele fühlen sich dadurch überfordert und gestresst. Lesen Sie hier, wie man zu viel Stress erkennt und wann es Zeit ist, die Notbremse zu ziehen.
Leistungsdruck kennen inzwischen schon Grundschüler. Schließlich sollen sie einen guten Start ins Leben haben: Dafür sollen sie dann Englisch sprechen, Hockey spielen, ein Instrument beherrschen und ein gutes Abitur machen. Und was oft schon mit sechs Jahren beginnt, hört für Erwachsene nicht auf - im Gegenteil. „Die Anforderungen steigen immer mehr. Viele gönnen sich kaum noch Pausen, sind ständig verfügbar“, sagt die Psychologin Claudia Schmeink aus Darmstadt. Das führe in manchen Fällen zu enormen Druck bis hin zu einem Burnout.
Empfinden ist individuell
„Wie und ab welchem Level Leistungsdruck empfunden wird, ist sehr individuell“, sagt der Offenbacher Psychologe Werner Gross.
Tipps: Stress erkennen und vermeiden
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Tipps: Stress erkennen und vermeiden
1. Eigenes Handeln hinterfragen
Stress zu vermeiden, das ist natürlich leichter gesagt als getan. „Es sind ja oft die eigenen Glaubenssätze, die man meist schon als Kind mitbekommen hat, die einen zur Leistung anleiten“, gibt Psychologin Claudia Schmeink zu bedenken. Sie rät dazu, die „Antreiber“ des eigenen Handelns zu erkunden und zu hinterfragen. „Warum glaube ich, das eine oder andere schaffen zu müssen? Wie wichtig ist es mir wirklich und warum?“
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2. Adlerperspektive einnehmen
Es hilft, mit Adlerblick das eigene Leben zu betrachten. Das schaffe in der Regel eine gesunde Distanz. „Dann kann man sich fragen, was man denn eigentlich im Leben erreichen will“, rät die Psychologin. Allerdings sollte das nicht wieder an einen Leistungsgedanken gekoppelt sein.
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3. Quelle des Leistungsdrucks finden
„Wichtig ist, sich zu fragen, wo die Quelle für den empfundenen Leistungsdruck liegt“, sagt Karriereberaterin Svenja Hofert. Dann gelte es nach Lösungsansätzen zu suchen. „Dann muss man sich überlegen, ob man tatsächlich den Job wechselt, man muss seine eigenen Werte hinterfragen oder sich entscheiden, nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen.“
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4. Scheuklappen anlegen
Einig sind sich die Psychologen, dass der Mensch nur begrenzt belastbar ist. „Es ist ein frommer Wunsch, aber eine Entschleunigung des Lebens täte unserer angstmotivierten Gesellschaft sehr gut“, sagt Werner Gross. Der Psychologe rät Stressgeplagten, sich positive Scheuklappen anzulegen und nicht jedem Hasen nachzujagen. Doch auch der Fachmann weiß, dass das in der Praxis gar nicht so leicht ist.
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5. Indiz für Überforderung
„Ein klares Indiz für Überforderung ist, wenn man nicht einschlafen kann, nachts aufwacht oder zu früh aufwacht“, sagt der Psychologe Werner Gross. Da sei es wichtig, sich Ruhepausen zu schaffen. Bei manchen reiche es schon aus, vorübergehend das Handy auszuschalten.
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6. Sport treiben
Wer nach der Arbeit eine Runde joggt oder Walken geht, hat schon viel gewonnen. „Den körperlichen Prozessen ist oft schon mit Sport beizukommen, um erstmal die Stresshormone abzubauen“, sagt Karriereexpertin Claudia Schmeink.
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7. Hilfe vom Profi
Bekommt man seinen Stress selbst nicht in den Griff, sollte man sich nicht scheuen, Experten um Rat zu bitten. Langfristig sei es aber oft sinnvoll, mit professioneller Hilfe Einstellungsänderungen zu entwickeln, rät auch Psychologin Claudia Schmeink.
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Die Hamburger Karriereberaterin Svenja Hofert glaubt, dass das Empfinden von Leistungsdruck oftmals ein Ausdruck fehlender Anerkennung ist. „Natürlich hat das Wort Leistungsdruck eine negative Konnotation. Denn wenn es eine Herausforderung ist, empfinde ich das nicht als Druck, sondern als Motivation“, sagt sie. Und Werner Gross fügt hinzu: „Fordern ist gut, überfordern ist nicht gut.“ Ein Glaubenssatz von Piloten laute, dass ein guter Pilot auf dem Weg zum Flugzeug einen erhöhten Erregungspegel habe. „Im Cockpit selber ist er dann aber cool, calm and collected. Also ruhig und besonnen.“
Schwierig, Ausgeglichenheit zu erlangen
Allerdings ist es gerade in unserer Leistungsgesellschaft extrem schwierig, diese Ausgeglichenheit zu erlangen. „Zu sagen, 'Ich schaff das nicht' führt in vielen Branchen zu einem enormen Imageverlust“, sagt der Offenbacher Psychologe. Das sei oft sogar im Privaten schwierig, da die meisten Menschen nicht nur im Beruf unter Anspannung stünden. Wichtig ist, dagegen zu steuern. Doch wie erkennt man eine zu hohe Belastung und was kann man dagegen tun?
Sieben Tipps, wie man Stress erkennen und vermeiden kann, haben wir in der Bilderstrecke oben zusammengestellt.
Depression: Zehn Fragen und Antworten
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Depression: Zehn Fragen und Antworten
1. Was genau ist eine Depression?
Jedenfalls nicht „das Traurigsein, das Bedrücktsein, das wir aus dem Alltag kennen“, sagt Prof. Ulrich Hegerl. Und auch nicht die Melancholie oder Herbstdepression. Der Mediziner von der Universität Leipzig beschreibt die Krankheit vielmehr als „hässlichen, kalten Zustand“, verbunden mit dem Gefühl, dass „die Luft raus“ ist. Dazu zeigt er das Bild eines aufblasbaren Plastikkrokodils, das schlaff am Boden liegt.
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2. Was sind die Symptome?
Zu den Kernanzeichen zählen eine gedrückte, depressive Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit sowie mangelnder Antrieb und erhöhte Müdigkeit. Dazu kommen mindestens zwei weitere Krankheitszeichen wie Schuldgefühle, Suizidgedanken, Appetitlosigkeit und Konzentrations- oder Schlafstörungen.
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3. Wie wird eine Depression diagnostiziert?
Den medizinischen Leitlinien für unipolare Depressionen zufolge müssen mindestens zwei Wochen lang zwei, bei einer schweren Episode drei dieser Hauptsymptome auftreten, damit die Diagnose gestellt werden kann.
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4. Was sind häufige Ursachen?
Als Ursachen für Depressionen macht die Wissenschaft ein komplexes Zusammenspiel biologischer, psychischer und sozialer Faktoren aus, das bei jedem Betroffenen anders ist. So könnten zum Beispiel Schicksalsschläge wie der Verlust einer wichtigen Bezugsperson oder Vereinsamung eine Rolle spielen, erläutert Prof. Frank Schneider von der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde.
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5. Kann auch Stress eine Depression verursachen?
Ja. Erfolglose Strategien, Stress zu bewältigen, oder eine emotionale Instabilität sind mögliche Faktoren für eine Depression.
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6. Muss eine Depression immer behandelt werden?
„Eine Depression hat verschiedene Phasen", sagt Psychiatrie-Professor Frank Schneider. Sie kann einmalig oder mehrfach auftreten, mal stärker, mal weniger stark. Danach richtet sich auch die Behandlung. Bei leichten depressiven Episoden steht „aktives beobachtendes Abwarten“, eventuell mit unterstützenden Gesprächen, an erster Stelle.
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7. Wann ist eine Therapie nötig?
Eine Psychotherapie komme infrage bei einer leichten bis mittelschweren Depression ohne Selbstgefährdung - und wenn der Betroffene Medikamente ablehnt oder sonst etwas dagegen spricht.
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8. Wann geht es nicht ohne Medikamente?
Reicht eine Psychotherapie allein nicht aus oder ist die Depression mittelschwer, schwer oder chronisch, sind Antidepressiva angezeigt - eventuell in Kombination mit einer Psychotherapie.
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9. Wie häufig treten Depressionen auf?
Die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, liegt durchschnittlich bei acht Prozent. Wer einen Depressiven in der Familie hat, ist mehr gefährdet als andere. Und doch gibt es einige Faktoren, die davor schützen können.
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10. Was schützt vor einer Depression?
Eine dauerhafte, gute Beziehung zu mindestens einer Bezugsperson und ein intaktes familiäres Umfeld können ein Schutz sein. Kontaktfreudigkeit und weniger Überlastung senken ebenfalls das Risiko, an einer Depression zu erkranken.
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