Ich und Krebs? Einfach absurd! Sechs Jahre ist es her, dass bei mir Prostatakrebs diagnostiziert und meine Welt damit von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt wurde“, erzählt Peter Weitzel, „ging es bisher darum, den Lebensstandard zu sichern und die sozialen Beziehungen zu pflegen, so stand plötzlich ohne Ankündigung der Tod vor meiner Tür.
Ich empfand die Diagnose Krebs als schreiende Ungerechtigkeit! Direkt nachdem mein Arzt mir die Diagnose mitgeteilt hatte, ging er auch schon zur Tagesordnung über: „Ich mache dann gleich einmal einen Termin im Krankenhaus. Prostata und Samenblasen müssen raus. In 14 Tagen ist alles vergessen“, schlug er mir vor. Und mir schoss sofort ein Gedanke durch den Kopf. Was ist mit meiner Potenz? Ich fühlte mich überfahren, mir ging das alles viel zu schnell. Ich trat auf die Bremse.
Sehr ausführlich informiert der kostenlose Ratgeber „Prostatakrebs“ der Deutschen Krebshilfe. Ein kostenloser Download ist unter www.krebshilfe.de möglich – über Menüpunkt Infomaterial, Link Blaue Ratgeber).
Unter dem Menüpunkt Infomaterial, Link Präventions- und Früherkennungsfaltblätter können Sie den Flyer „Prostatakrebs erkennen“ kostenlos herunterladen.
Beides kann auch telefonisch bestellt werden – unter Tel. 0228/729900.
Als Freund naturheilkundlicher Behandlungsansätze war ich sicher, die Krankheit mit Vitalstoffen wie Vitaminen, Zink und Selen aus meinem Leben drängen zu können, schluckte zusätzlich noch Unmengen von Enzymen – erfolglos. Statt zu sinken, war mein PSA-Wert sechs Wochen später von 9,2 auf 10 Nanogramm pro Milliliter angestiegen. Da mochte ich nicht länger warten.
Ich wollte diesen Krebs in mir einfach loswerden! Ich wollte innerlich irgendwie sauber sein. Einfach abzuwarten und zu sehen, ob der Krebs aggressiv wächst, das hätte ich damals psychisch nicht ertragen können. Ich sammelte Informationen über verschiedenste Behandlungsmethoden und entschied mich letztendlich für die schonende und nerverhaltende Entfernung der Prostata per Schlüsselloch-Methode. Alles verlief gut. Ich hatte keine Schmerzen. Ich fühlte mich nach der Operation besser, als ich je geglaubt hätte. Vor allem aber war diese Todesbedrohung der letzten Monate endlich verschwunden.
Erst mit der Entfernung des Blasen- Katheters einige Tage nach dem Eingriff wurde mir schlagartig die tatsächliche Konsequenz der Operation bewusst: Es lief und lief, und ich war verzweifelt! Was soll denn jetzt bloß werden, fragte ich mich damals. Sollte ich zeitlebens in Windeln herumvegetieren? In der anschließenden dreiwöchigen Reha begann ich mit Beckenbodenübungen. Sechs Wochen nach der OP hatte ich meine Blase wieder voll im Griff.
Nicht aber meine Potenz, das war ein langer, steiniger Weg. Einige Wochen nach der OP konnte ich dann zwar einen Orgasmus bekommen, nicht aber eine Erektion. Erst Jahre später war meine Potenz einigermaßen wieder hergestellt. Meine Manneskraft hat bis heute unglaubliche Fortschritte gemacht. Ich bin heute ein glücklicher Mann: Den Krebs habe ich vollständig überwunden.
Das Risiko der Mannbarkeit
Eine kleine Drüse macht vielen Männern Angst: die Prostata. Prostatakrebs ist tückisch, denn es gibt kaum Warnzeichen; Vorsorge-Untersuchung ist wichtig.
Urintest soll Krebs aufspüren
Ein einfacher Test, den Wissenschaftler am Hamburger Uniklinikum-Eppendorf (UKE) derzeit klinisch prüfen, macht Hoffnung, Prostatakrebs künftig zuverlässiger aufspüren zu können.
Grüner Tee gegen Tumorzellen
Die im grünen Tee enthaltenen Pflanzenstoffe sollen vor Prostatakrebs schützen. Italienische Mediziner konnten mit einem Wirkstoff aus grünem Tee verhindern, dass sich bei Patienten mit einer Krebs-Vorstufe tatsächlich ein Tumor entwickelte.