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Prostatavergößerung: Die gutartig vergrößerte Prostata

Prostata-Spezialist Dr. Michael Waldner
Prostata-Spezialist Dr. Michael Waldner

Die einen warten eine Ewigkeit, bis sie endlich können, die anderen müssen nachts alle naselang raus.

Das Wasserlassen ist für viele Männer im fortgeschrittenen Alter mit einigen Problemen behaftet. Dahinter steckt meist eine gutartig vergrößerte Prostata. Nicht wirklich ein Grund zur Sorge, aber äußerst unangenehm. Jeder dritte Mann über 50 ist von der gutartigen Prostatavergrößerung betroffen. Die häufigsten Symptome dabei sind starker (vor allem nächtlicher) Harndrang, Brennen und Ziehen beim Wasserlassen, ein dünner Harnstrahl, Probleme mit dem Wasserlassen zu beginnen oder Nachtröpfeln.

Warum die Prostata im Alter wächst, ist bisher nicht eindeutig geklärt. Vermutet wird, dass sich das hormonelle Gleichgewicht vom Testosteron zu den Östrogenen verschiebt. Dabei teilen sich bestimmte Zellen, das Drüsengewebe wächst und beginnt, die Harnröhre zu umschließen und einzuengen. Manchmal drückt das überschüssige Gewebe auch direkt auf die Blase. Dadurch staut sich der Harn, es kann verstärkt zu Infektionen kommen. Auch kann sich die Blase nicht mehr ausdehnen, ein permanentes Druck-Gefühl entsteht.

Folgende Maßnahmen können die Beschwerden lindern:

  • Entleeren Sie die Blase immer dann, wenn sich ein Druckgefühl einstellt. Der Harndrang sollte nie unterdrückt werden, sonst wird die Entleerung erst recht schwierig.

  • Regelmäßiger Stuhlgang sorgt dafür, dass kein zusätzlicher Druck auf Blase und Harnwege entsteht.

  • Auch warme Sitzbäder können helfen, die Beschwerden zu lindern.

Die gutartige Prostata-Vergrößerung muss nicht zwingend operiert werden. Die meisten Beschwerden lassen sich laut aktueller Studien gut mit Pflanzenwirkstoffen behandeln. „Aber wenn Restharn in der Blase verbleibt, der Muskel eine Dicke von 1 Zentimeter erreicht oder immer wiederkehrende Blasenentzündungen auftreten, sollte man über eine Operation nachdenken“, weiß Privatdozent Dr.Michael Waldner, Chefarzt für Urologie am St.-Elisabeth-Krankenhaus Köln-Hohenlind.

„Bei einem Rückstau von Harn in die Nieren ist eine Operation unumgänglich.“ Alle Verfahren erfolgen heutzutage ohne Bauchschnitt, und ob per Laser, Schlinge oder Verdampfstrahl - alle funktionieren, versichert der Spezialist.

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