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Simone Rethel: Mein erstes Jahr ohne Jopie

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Simone Rethel: Es ist mir sehr wichtig, dass man noch an ihn denkt.
Simone Rethel: "Es ist mir sehr wichtig, dass man noch an ihn denkt."
Foto: Zik_EXPRESS_Koeln
Köln –  

Ein langes, erfülltes Leben ging zu Ende. Heiligabend 2011 starb Bühnenlegende Johannes Heesters, von fast allen nur „Jopie“ genannt. Er war gerade 108 Jahre alt geworden. Es war der schwerste Tag im Leben der Schauspielerin Simone Rethel (63), die über 26 Jahre an seiner Seite lebte, 19 Jahre davon als seine Ehefrau.

Die Münchenerin, die immer noch im gemeinsamen Haus wohnt. Derzeit steht sie täglich im Kölner Theater am Dom in „Der Kurschattenmann“ auf der Bühne – ihre erste Theaterrolle nach vielen Jahren.

Für Simone Rethel ist das der Beginn eines neuen Lebensabschnitts, der ihr alles andere als leichtfiel. „Wenn man so viele Jahre so konzentriert zusammen war und dann plötzlich alles für sich allein machen muss, ist es ein großer, schwerer Einschnitt, an den man sich gewöhnen muss“, sagt sie unserer Zeitung.

Simone Rethel war 19 Jahre Jopie Hesters' Ehefrau.
Simone Rethel war 19 Jahre Jopie Hesters' Ehefrau.
Foto: ddp

Über Jopies Tod scheint sie noch lange nicht hinweg: „Was jetzt ist, passt nicht zu mir. Ich bin jemand, der gern für jemanden was macht. Wir haben beide füreinander gelebt, gedacht und gemacht. Und so wie es war, war es gut für uns. Alles was ich jetzt tue, mache ich nur für mich. Damit komme ich nicht klar. Deswegen macht vieles keinen Spaß.“

Die Entscheidung, wieder Theater zu spielen, fiel auch in Jopies Sinne – das weiß sie: „Wenn man so intensiv zusammen war, weiß man, was der andere sagen würde. Insofern bin ich von ihm geleitet. Dass ich wieder spiele, würde er bestimmt gut finden.“

In der Zeit des Trauerns hatte sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen: Keine Interviews, keine Auftritte. Den Einladungen der Talkshow-Moderatoren folgte sie nicht. Ihr erstes Jahr ohne Jopie? Freunde halfen ihr. „Ich bin sehr gut aufgefangen worden“, sagt sie.

Dabei stört es Simone Rethel nicht, dass sie immer wieder auf ihren Jopie angesprochen wird: „Es ist sehr schön, dass ich merke, wie man an ihn denkt. Das ist mir sehr wichtig. Schade, dass Menschen nach ihrem Tod oft so schnell vergessen werden.“

Zylinder, Frack, weißer Schal: So trat Jopie am liebsten auf.
Zylinder, Frack, weißer Schal: So trat Jopie am liebsten auf.
Foto: Zik

Anfang Dezember wäre Jopie 109 geworden. Simone Rethel ging mit Theaterkollegen aus. „Ich habe sie zum Italiener eingeladen, wir haben geredet, gegessen und getrunken, und zur Erinnerung hatte ich die CD »Erinnerung« heißt die Kraft meines Lebens“ mitgenommen. Obwohl es nie Jopies Lebensmotto war. Für ihn galt: Man lebt jetzt und nicht in der Erinnerung.“

Heiligabend vor einem Jahr ist Jopie gestorben – hat sie Angst vor dem heutigen Tag? „Nein, ich mache den Verlust nicht an dem Tag fest. Dass er nicht mehr da ist, ist mir das ganze Jahr bewusst.“ Dass sie am 23. Dezember auf der Bühne steht und am 1. Weihnachtstag wieder, kommt ihr entgegen – das lenkt ab.

„Es ist sehr gut, dass ich wieder in meinen alten Beruf reingekommen bin. Das tut mir gut. Ich lebe das, was ich geschrieben habe: aktiv bleiben und nach vorne denken“, sagt Simone Rethel, die vor Jopies Tod den Bestseller „Sag nie, du bist zu alt“ schrieb.

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