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Publikum gespalten: Raabs "Absolute Mehrheit" ein Quotenflop

Stefan Raab in Marktschreier-Position. Seine zweite Polit-Show hatte einen enormen Quoteneinbruch. Lag's am Inhalt oder der späten Stunde?
Stefan Raab in Marktschreier-Position. Seine zweite Polit-Show hatte einen enormen Quoteneinbruch. Lag's am Inhalt oder der späten Stunde?
Foto: dpa

Ist das ein Zeichen? Stefan Raab (46) als Polit-Talker - zumindest Quotentechnisch ging das diesmal böse daneben. Die zweite Show von "Absolute Mehrheit" konnte an die Mega-Quote bei der Premiere im November nicht mehr amknüpfen. Im Gegenteil: der Raab-Talk rutschte ins Niemandsland der Messbarkeit. Nur noch 800.000 Menschen sahen zu. Aus der Gruppe der 14- bis 49-Jährigen waren es gerade einmal 630.000. Die Sendung ein Flop, was die mauen Marktanteile von 5,2% und 9,1% betrifft.

"Stammtischtalk"?

Und inhaltlich? Ist Raabs neues Konzept nur ein "Stammtischtalk"? Da gehen die Reaktionen auseinander. Klar war, dass die„Absolute Mehrheit“-Redaktion bei der Suche nach Talk-Gästen lange suchen musste. So diskutierte am Sonntagabend bei ProSieben eher die unbekannte Zweitbesetzung der Parteien als die Polit-Prominenz. Ein Damen-Quartett widmete sich zunächst dem Thema Frauenquote - wie passend. Es folgten die Themen Tugendhaftigkeit und Mietwucher. Alles ganz gesittet.

Die Sendung am Sonntagabend - sie galt als Barometer für die Frage: Kann Stefan Raab das Kanzlerduell moderieren? Er kann, so das Urteil des "Spiegel". Der Moderator war für seine Verhältnisse erstaunlich zurückhaltend, aber doch nachhakend an den richtigen Stellen - und das erkennbar gut vorbereitet auf seine gutgelaunten Gäste, so die Meinung.

Laut "Zeit" ist es kaum vorstellbar, dass Raab "seine kumpelige, distanzlose Frage-Art bei der Kanzlerin und ihrem Herausforderer anwenden kann". Schließlich könnten Raabs Witzchen – "sowieso nicht immer geschmackvoll – hier schnell richtig peinlich werden". Und der "Stern" schreibt: "Es bedarf noch viel Arbeit für Stefan Raab, um eine gute Polit-Talkshow zu installieren."

Allein unter Frauen: Dorothee Bär (CSU), Yvonne Ploetz (Die Linke), Stefan Raab, Linda Teutenberg (FDP), Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) und der Musiker Olli Schulz (v.l.).
Allein unter Frauen: Dorothee Bär (CSU), Yvonne Ploetz (Die Linke), Stefan Raab, Linda Teutenberg (FDP), Katja Dörner (Bündnis 90/Die Grünen) und der Musiker Olli Schulz (v.l.).
Foto: dpa

"Besser als erwartet"

Geteilt ist auch die Meinung bei Facebook. Ronny Röger schreibt: "Wer die Sendung wirklich gesehen hat, wird festgestellt haben, daß das keineswegs schlechter war als die anderen Polit-Talk-Show-Formate. Und Raab ist durchaus erwachsen geworden. Wenn nicht ständig der Redefluß durch Werbung unterbrochen worden wäre, könnte man sogar behaupten, daß die Sendung gelungen war. Und Raab war besser als viele erwartet haben!!"

Anders sieht das Damian W. Aus Köln: "Es gibt nur eine gute Talk-Sendung, die Phoenix-Runde alles andere ist reine Selbstdarstellung und diese Runde wurde aus rein optischen Gründen gewählt (soweit ich das auf dem Foto erkannen kann). Raab ist ein Unterhalter für das "Ringe-Publikum" seine neuerlichen Auftritte im Karneval und diese Sendung zeigen, dass Raab aufgrund seines Alters so langsam aber sicher nicht mehr bei der jungen Kernzielgruppe (von RTL & Co.) ankommt. Viele Ex-Viva-/MTV-Sternchen (...) Enden in peinlichen Sendungen. Harald Schmidt hat sich am Ende ins Abseits befödert und Raab versucht mir allen Mitteln doch noch einen Job bei den Öffentlich Rechtlichen zu bekommen (....) ne lass mal..."

Auch Skoda Franz Josef findet: "Ich habe wirklich nichts gegen Stefan Raab. Aber: Schuster bleib bei deinen Leisten. Der ist ja nun mal wirklich sehr vielseitig. Aber das nichr!!"

Was sagt Ihr? Ist Stefan Raab der richtige Moderator für ein Kanzlerduell? Gleich abstimmen!

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