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Orgie im Vatikan : Die nackte Wahrheit über die Borgia

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In jeder Folge eine Nackte: Teil des Erfolgs von „Borgia“ sind die vielen Sex-Szenen.
In jeder Folge eine Nackte: Teil des Erfolgs von „Borgia“ sind die vielen Sex-Szenen.
Foto: Michael Driscoll

Die Orgie im Vatikan geht weiter! Am Montag (20.15 Uhr) startet die zweite Staffel der „Borgia“ im ZDF. Die ganze Woche (außer Mittwoch, da ist Champions League) laufen zur Prime time die unmoralischen Kirchenfürsten aus dem 15. Jahrhundert – mit opulenten Bildern, heißen Sex-Szenen und spannenden Intrigen. Stellt sich nur die Frage: Ging’s damals wirklich so zu? Immerhin beruht die Erfolgsserie von Star-Produzent Tom Fontana (62) auf wahren Begebenheiten. Unsere Zeitung ging gemeinsam mit Historiker Dr. Joachim Brambach (45, Uni Heidelberg, schrieb das Standardwerk „Borgia. Faszination einer machtbesessenen Renaissance-Familie“) auf Spurensuche.

Gab es die Borgias wirklich?

Ja! Die Borgias waren eine aus Spanien stammende Adelsfamilie. Sie entstanden im Königreich von Valencia, die Familie kam zu Beginn des 15. Jahrhunderts in Italien zu Macht und Reichtum.

Haben Sie Päpste gestellt?

Ja! Die beiden Päpste aus der Familie, Kalixt III. (1455–1458) und Alexander VI. (1492–1503) sind zum Inbegriff des „Nepotismus“ (Vetternwirtschaft) im Mittelalter geworden.

Wie lange herrschten sie?

Mit dem Tod Alexanders VI. 1503 brach die Macht der Borgias zusammen. Giambattista Pamfili, ein Nachkomme von Alexanders Tochter Isabella, wurde 1644 noch mal als „Innozenz X.“ Papst – schaffte es aber nicht, daraus eine neue Hochzeit des Clans zu machen. Die Linie der Herzöge von Gandía starb 1748 endgültig aus.

Ließ Alexander VI. Leute töten?

Nein – zumindest gibt es unter Historikern keinen Anlass dafür, das anzunehmen. Auch in der Serie wird offen gelassen, ob Alexander wirklich seine Angestellten im Wahn niedersticht (Eröffnungsszene der zweiten Staffel) oder nur träumt bzw. fantasiert.

Hatten Päpste im Mittelalter wirklich Kinder?

Ja! Der von Machiavelli gefeierte Cesare Borgia und die lange Zeit verleumdete Lucrezia Borgia waren außereheliche Kinder von Alexander VI. Sie sind zwei der bekanntesten Personen der Renaissance.

Wurden Schwule im Mittelalter wirklich hingerichtet ?

Die härteste Szene der zweiten Staffel zeigt, wie ein Schwuler wegen seiner sexuellen Vorlieben gefoltert und hingerichtet wird. Analverkehr war im Mittelalter tatsächlich verboten – wurde jedoch meist nur dann bestraft, wenn eine schwule Beziehung den „sozialen Frieden“ störte oder jemand beseitigt werden sollte. Gerade im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit kam es so aber oft zur Hinrichtung von Männern „wegen der Ketzerei, die sie miteinander getan hatten“.

Sah das Mittelalter wirklich so aus wie im Film?

Um den Weg der Borgias in die Neuzeit zu akzentuieren, kamen diesmal umfangreiche Außen-Drehs an den Originalschauplätzen in Italien hinzu“, erklärt Wolfgang Feindt aus der ZDF-Redaktion „Fernsehfilm/Serie“. „Auf der mittelalterlichen Burg der Orsini in Bracciano und der prächtigen Renaissance-Villa der Farnese in Caparola wurde gedreht.“

Gab es eine Droge Vitriolo, die Kranke fit macht?

Ja! „Vitriolo“ galt als Zaubertrank der Reichen und Mächtigen. Es war eine Mischung aus verschiedenen Mineralien, hauptsächlich blauem Vitriol (Kupfersulfat). In der Neuzeit wurde aber bekannt, dass die Kristalle im Körper Adern zersetzen können. Wer es einnimmt, bezahlt die schnelle Fitness durch langfristige körperliche Schäden.

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