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Empfehlen | Drucken | Kontakt 28.01.2013 - 12:05 Uhr

Neue „Tatort“-Kommissarin: Elisabeth Brück: Der „Stock im Arsch“ ist eine Herausforderung

Von BERND PETERS
Elisabeth Brück spielt im neuen „Tatort“ Kommissarin Lisa Marx, die Kollegin von Jens Stellbrink (gespielt von Devid Striesow).
Elisabeth Brück spielt im neuen „Tatort“ Kommissarin Lisa Marx, die Kollegin von Jens Stellbrink (gespielt von Devid Striesow).
Foto: dpa

Vor wenigen Monaten kannten sie nur Theater-Liebhaber, am Sonntag sahen sie in „Melinda“ mehr als 9 Millionen Menschen: Elisabeth Brück spielt die neue Saarländer „Tatort“-Kommissarin. Im Interview erzählt sie uns über die Vorteile einer Spätstarterin und ihre Karriere-Anfänge im Karneval.

Herzlichen Glückwunsch, Sie sind Tatort-Kommissarin. Das ist einer der begehrtesten Jobs TV-Deutschlands.

Auf jeden Fall. Ich kann das auch noch gar nicht ganz realisieren. Das ist ein Riesen-Geschenk!

Wie kamen Sie zur Rolle? Wie die berühmte Jungfrau zum Kind oder war das länger geplant?

Ich bin ja schon etwas länger Schauspielerin. Ich bin 40 Jahre alt – und kein Küken mehr. Ich bin im Nachhinein ganz froh, dass das Angebot nicht mit 25 gekommen ist – jetzt kann ich mit so einer Hausnummer besser umgehen. Ich habe das Glück, dass das Angebot zur richtigen Zeit gekommen ist.

Wie lief das Zusammenspiel mit Devid Striesow?
Mit großem Respekt. Ich habe ihn immer als Stellbrink gesehen, nur in seiner Rolle. Er ist ein großer Schauspieler.

Sie spielen die "Vernünftige" neben dem abgedrehten Hippie Stellbrink. Umgedreht hätte es mehr Spaß gemacht, oder?

Meine Figur ist sehr analytisch, emotional heruntergedreht, fast schon kühl. Wenn mir jemand in einer Szene sagt, ich hätte einen „Stock im Arsch“, dann hat der ja nicht Unrecht. (lacht) Und auch das ist eine schauspielerische Herausforderung.

Sind Sie auch privat vernunftgesteuert?

Vergessen Sie`s! Zwischen meiner Figur und mir gibt’s wenig Berührungspunkte. Frau Marx ist das komplette Gegenteil von mir. Die ist bürokratisch – ich liebe Hölderlin.

Auf ihrer Homepage schreiben Sie unter „Wohnmöglichkeiten“ Köln. Was verbindet Sie mit der Stadt?

Eine gute Freundin, bei der ich jederzeit wohnen kann. Köln ist eine tolle Stadt. Aber wirklich regelmäßig bin ich nicht da.

Auch nicht an Karneval?

Als Kind war ich ein großer Jeck. Mit 7 Jahren hatte ich einen ersten Auftritt beim „Ball der kleinen Leute“. Und mit 9 habe ich den „Herrn Ribbeck“ in der katholischen Spielgruppe unserer Gemeinde gespielt. Auf dieser Bühne vor den ganzen Leute ist was mit mir passiert. Alle waren ruhig und hörten mir zu, wenn ich gesprochen habe. Seitdem fasziniert mich das.

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