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Nach Zoff um Fan-Café: Mega-Shitstorm gegen Michael Wendler bei Facebook

Eine am Mittwoch gegründete Facebook-Seite schießt gegen Schlagerstar Michael Wendler.
Eine am Mittwoch gegründete Facebook-Seite schießt gegen Schlagerstar Michael Wendler.
Foto: Screenshot Facebook
Köln –  

Ein Mega-Shitstorm bei Facebook hat am Donnerstag Schlagerstar Michael Wendler (40) überrollt. Grund für die Hetze gegen den Sänger: Der Wendler soll ein übler Abzocker sein.

Seit der Ausstrahlung der TV-Show „Christopher Posch - Ich kämpfe für ihr Recht“ am Mittwochabend (ab 20.15 Uhr) steht Michael Wendler unter Dauerbeschuss. Der selbsternannte „König des Schlagerpops“ hatte einen Rechtsstreit gegen zwei Verehrerinnen verloren, denen er widerrechtlich Geld für ein Fan-Café am Ballermann aus der Tasche gezogen hatte.

Der selbsternannte König des Schlagerpops Michael Wendler.
Der selbsternannte "König des Schlagerpops" Michael Wendler.
Foto: dpa

Bereits wenige Stunden nach der Ausstrahlung der RTL-Sendung hatte sich auf Facebook eine Anti-Wendler-Gruppe mit dem aussagekräftigen Titel „100.000 Menschen, die Michael Wendler scheiße finden“ gegründet.

Inzwischen haben über 150.000 User die Seite geliked. Einer Analyse der Social Media-Experten von Socialpunk.de zufolge, sind das rund 300 „Fans“ Zuwachs die Minute und damit einer der am schnellsten rollenden Shitstorms der Geschichte.

Unterdessen scheint die offizielle Fanseite von Michael Wendler auf Facebook komplett verschwunden. Weder der Sänger noch sein Management haben sich bisher zu den Abzocke-Vorwürfen oder den Fan-Protesten geäußert.

Der Wendler hatte sich den Zorn der Internetgemeinde mit dem Zoff um sein Fan-Café auf Mallorca zugezogen. Den ganzen Fall nochmal zum Nachlesen, gibt es hier. Einfach den Link klicken.

Was ist ein Shitstorm?
Woher kommt er?

Als Shitstorm wird die öffentliche Entrüstung im Internet bezeichnet, bei der sich Argumente mit Beleidigungen und Bedrohungen mischen.

Transportiert wird die Empörung über Soziale Online-Netzwerke und Blogs, sie verselbstständigt sich schnell und wird häufig in traditionellen Medien wieder aufgegriffen.

Der Begriff setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „shit“ (Scheiße) und „storm“ (Sturm). Eine Gruppe von Sprachwissenschaftlern um Prof. Anatol Stefanowitsch von der Freien Universität Berlin hat Shitstorm zum Anglizismus des Jahres 2011 gekürt.

Wenn sich ein Shitstorm zusammenbraut, kann das verschiedene Ursachen haben. „Es gibt unterschiedliche Ausgangslagen“, sagt der Social-Media-Experte Bernhard Jodeleit. Der Sturm werde oft gezielt von Kritikern initiiert, könne aber auch durch eine ungeschicktes Verhalten, ein Versehen oder mangelnde Sensibilität ausgelöst werden. Oft reichen ein einzelner Kommentar, Facebook-Eintrag oder ein Blogeintrag, um die geballte Empörung der Nutzer zu provozieren.

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