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Eigenen Song im Radio gespielt: Beim ersten Sender wurde Lanz gefeuert

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Markus Lanz brav? Von wegen! Als der heutige Kölner vor 20 Jahren seine Karriere in Hamburg begann, baute er so viel Mist, dass er hochkant rausflog.
Markus Lanz brav? Von wegen! Als der heutige Kölner vor 20 Jahren seine Karriere in Hamburg begann, baute er so viel Mist, dass er hochkant rausflog.
Foto: dpa

Wetten, dass Sie nicht wussten, dass er früher mal richtig wild war?

Samstagabend moderiert Markus Lanz (43) wieder „Wetten, dass..?“ (ZDF, 20.15 Uhr). Ein sympathischer Mann, vielleicht ein bisschen brav. Von wegen! Als der heutige Kölner vor 20 Jahren seine Karriere in Hamburg begann, baute er so viel Mist, dass er hochkant rausflog.

Genau 20 Jahre ist es her, dass der junge Markus bei „Radio Hamburg“ als Volontär anheuerte. Ein smarter Typ, der vor allem bei den Redakteurinnen gut ankam. „Am meisten waren die Damen begeistert, wenn Markus im Sommer mit einer Latzhose und nichts drunter in die Redaktion kam“, sagte Marzel Becker, damals Kollege und heute Geschäftsführer des Senders.

Auch durch kleine Frechheiten sorgte Markus Lanz für Aufregung – es hagelte Abmahnungen. Die erste bekam er, als er sich live auf Sendung über einen Werbekunden lustig machte. Kurz darauf gab es eine zweite. Danach folgte die dritte Abmahnung – samt der Kündigung.

Sein Vergehen: Zusammen mit den Kollegen Marzel Becker und Stephan Heller hatte er heimlich im Sender ein Protest-Lied gegen französische Atombombentests aufgenommen: „Fuck Chirac“, ein Werk in schaurigem Eurotrash-Sound. Ohne Genehmigung der obersten Chefs sorgten sie dafür, dass das Lied in der Morning-Show gespielt wurde.

Bis 1998 war Lanz Reporter und Moderator bei RTL Nord.
Bis 1998 war Lanz Reporter und Moderator bei RTL Nord.
Foto: RTL Nord

Markus Lanz musste gehen. Aber die Radio-Chefs hatten Mitleid. Sie sorgten dafür, dass er sein Volontariat beim TV-Sender RTL Nord beenden konnte. Und dort machte er seine Sache gut.

So gut, dass er sogar Moderator der Sendung wurde. Bis 1998 blieb er bei RTL Nord. Danach nahm seine TV-Karriere Fahrt auf – bis er 2012 Moderator von „Wetten, dass..?“, Europas größter Fernsehshow, wurde.

Der Rausschmiss beim Radio: rückblickend also das Beste, was Markus Lanz passieren konnte.

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