Promi & Show
Alle Neuigkeiten rund um Promis, Stars und Shows in Deutschland und aller Welt.

Empfehlen | Drucken | Kontakt

„La vie d'Adèle“: Lesbischer Liebesfilm gewinnt Goldene Palme

Die Preisträger: Regisseur Abdellatif Kechiche und die Schauspielerinnen Adele Exarchopoulos (r.) und Lea Seydoux (l.).
Die Preisträger: Regisseur Abdellatif Kechiche und die Schauspielerinnen Adele Exarchopoulos (r.) und Lea Seydoux (l.).
Foto: dpa
Cannes –  

Zwei junge Schauspielerin gaben für diesen Film alles – und wurden dafür jetzt belohnt: Der intime Film „La vie d'Adèle“ über eine lesbische Liebe hat beim Festival von Cannes die Goldene Palme gewonnen.

Die Jury unter dem amerikanischen Regisseur Steven Spielberg sprach den Hauptpreis der Festspiele dem französischen Filmemacher Abdellatif Kechiche (52) zu. Erstmals in der Geschichte des Festivals ging die Auszeichnung nicht nur an den Regisseur, sondern auch ausdrücklich an die Hauptdarstellerinnen. Die Schauspielerinnen Adèle Exarchopoulos (19) und Léa Seydoux (27) überzeugen in dem Film nicht zuletzt in expliziten, langen Sexszenen.

Politische Botschaft der Jury?

Das stark gespielte „La vie d'Adèle“ (englischer Titel: „Blue Is The Warmest Colour“) erzählt von der jungen Adèle (Exarchopoulos), die mit einer etwas älteren Studentin ihre erste große Liebe erlebt. Das dreistündige Werk begeisterte die Zuschauer in Cannes mit seiner Intensität und Authentizität. 2012 hatte das Drama „Liebe“ des Österreichers Michael Haneke die Goldene Palme gewonnen.

Der Hauptpreis im südfranzösischen Cannes an einen Film über Frauenliebe - das lässt sich auch als eine politische Botschaft der Jury interpretieren. Erst am Sonntag protestierten in Paris erneut Zehntausende gegen das eine Woche zuvor in Kraft getretene Gesetz für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Sie wollen, dass die Ehe-Öffnung und Gleichbehandlung zurückgenommen wird. Am Mittwoch soll Frankreichs erste echte Homo-Ehe geschlossen werden - in Montpellier wollen zwei Männer heiraten.

Zweitwichtigster Preis für die Coen-Brüder

Mit dem zweitwichtigsten Preis des Festivals, dem Großen Preis der Jury, zeichneten die Juroren, darunter auch Nicole Kidman und Christoph Waltz, die Brüder Ethan und Joel Coen aus. Die beiden US-Regisseure lassen sich in ihrem melodramatischen „Inside Llewyn Davis“ durch die Folkmusik-Szene im New York der 60er Jahre treiben.

Der Mexikaner Amat Escalante gewann für sein im Drogenbandenmilieu spielendes „Heli“ den Preis für die beste Regie. Als bester Schauspieler wurde Bruce Dern (76) für seine Leistung in dem Roadmovie „Nebraska“ des Oscar-Preisträgers Alexander Payne geehrt. Beste Schauspielerin wurde Bérénice Bejo (36) für ihre Rolle in „The Past“ des Iraners Asghar Farhadi. Bejo ist Filmfans aus dem oscargekrönten Stummfilm „The Artist“ bekannt.

Die Auszeichnung für das beste Drehbuch ging an Jia Zhangke für „A Touch Of Sin“, in dem der Regisseur von verzweifelten Menschen im modernen China erzählt.

Weitere Meldungen aus dem Bereich Promi & Show
Sorgenvoller Blick: Ulrike Folkerts sieht die „Tatort“-Macher auf einem falschen Weg.
25 Jahre Kommissarin
Kritik zum Jubiläum: Ulrike Folkerts über die Tatort-Falle

Zum Jubiläum holt „Lena Odenthal“ zur General-Kritik aus – und liest den Machern des Lieblings-Krimis der Deutschen ordentlich die Leviten.

Die 45-Jährige Latina soll für umgerechnet 275 000 Euro im "Axis"-Theater auftreten.
Konkurrenzkampf
JLo gegen Britney: Wer bekommt die Gagen-Krone?

Zwei Pop-Diven kommen sich ins Gehege. Es geht ums Dollar-Krönchen und eine große Portion Eitelkeit. Doch was hat es mit dem Konkurrenzkampf auf sich und um wie viel Geld geht es eigentlich?

June und Barry Steenkamp wollen zwei Frauenhäuser eröffnen.
Hilfsprojekt nach Pistorius-Urteil
Eltern von Reeva Steenkamp wollen Frauenhäuser eröffnen

Die Eltern der von Oscar Pistorius erschossenen Reeva Steenkamp wollen zwei Frauenhäuser in Südafirka eröffnen und in armen Vierteln helfen.

Promi & Show
Aktuelle Videos
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Aktuelle Promi-Fotogalerien
Mehr EXPRESS.DE