Wie weit darf Mann gehen – und wann fühlt sich eine Frau belästigt? Die Sexismus-Debatte tobt in Deutschland, jetzt hat sich Thomas Gottschalk eingeschaltet.
„Bis mir Herr Brüderle diese Last abgenommen hat, galt ja immerhin ich als der wandelnde Herrenwitz“, schreibt er selbstironisch in seiner Kolumne der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Schließlich habe er immer „am Samstagabend vor der gesamten Nation fremden Frauen ans Knie gefasst oder sensible Künstlerinnen mit dröhnendem Altherrenhumor in Verlegenheit gebracht.“
Damit hat die Show-Legende nicht Unrecht: In seinen „Wetten, dass..?“-Sendungen war Gottschalk bekannt dafür, immer nah an die schönsten Gäste heranzurücken und bei Gesprächen auf Körperkontakt zu setzen.
Doch Gottschalk stellt klar, er damit niemandem zu nahe treten wollte. Seine Mutter und auch seine Frau hätten ihm „einen solchen Respekt vor Frauen“ abgenötigt, dass er womöglich ungeschickte Bemerkungen „immer vor dem Hintergrund eines großen Respektes und einer innerlichen Distanz abgefeuert habe“. Ob das bei den weiblichen Gästen auch so ankam?
Gottschalk glaubt, dass der „Kompass“ für das richtige Verhalten dem anderen Geschlecht gegenüber bei Männern schon sehr früh eingestellt werde. „Im Normalfall von einer Frau.“
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