Niemand der Gäste im Café „Rhein-Blick“ ahnte, welcher Superstar da am Tisch saß, die Kapuze ihrer Jacke dezent über dem Kopf. Sie blieb unerkannt – das war das Schöne an jenem Herbstabend, den Janet Jackson bei einer Tasse Kakao in Porz am Rhein erlebte und genoss.
Die Geschichte ist eine Weile her, aber sie war ein kleines Geheimnis. Immer, wenn Janet in Deutschland auf Tour war, war Joachim „Joe“ Fischer (44) ihr Fahrer. Joe, ein Porzer Jung.
„Wir haben uns immer gut verstanden“, erzählt der Chef der Firma Limoservice Cologne. „Sie hat es gemocht, wenn ich ihr Köln zeigte. Ich fuhr mit ihr zum Beispiel durch die Keupstraße und erklärte: Dies ist die türkische Meile. Und in Porz erzählte ich ihr: Da unten am Rhein habe ich als Kind gespielt.“
Die Kindheit von Janet, Schwester von Michael Jackson, war nicht so unbeschwert - der Drill des Vaters, das Showbusiness, der Druck. Sie hatte die Sehnsucht nach Normalität. Joe sagt: „Sie erzählte mir, wie sie eines Nachts in Los Angeles in einem verdunkelten Auto an den Clubs vorbeifuhr. Sie wünschte sich, einfach reinzugehen und Spaß zu haben. Aber sie war Janet Jackson. Es ging einfach nicht.“
Er überlebte den Archiv-Einsturz
Gebhard Aders aus Porz gehörte zu den letzten Nutzern des Stadtarchivs. Sein Thema zu der Zeit: Wie die Porzer den Bombenkrieg in Köln erlebten. Erstmals werden hier Auszüge aus Aders Schilderungen des 3. März 2009 veröffentlicht.
Expedition Porz
Porz wurde vor 60 Jahren zur Stadt - für einen Zeitraum von 25 Jahren. Anlass für eine EXPRESS-Jubiläums-Tour durchs Veedel. Heute ist der Stadtbezirk ein großes, starkes, spannendes Stück Köln.
"Rette mich, wer kann"
„Hallo zusammen. Ich bin der Marktplatz von Porz. Man sagt, ich sei hässlich. Ich kann allen, die mich nicht mögen, leider nicht widersprechen. Mich kann man nicht schönreden. Ich brauche Hilfe!"