Liebe Menschen überall, etwas für möglich halten, das ist das Schönste und Stärkste, was es gibt.
Mit noch was rechnen und nicht einfach aufgeben! Obwohl die Wirklichkeit unseres Alltages so oft bescheiden ist. Jedenfalls alles andere als traumhaft …
Ich höre das „Fürchte dich nicht!“ aus der Weihnachtsgeschichte, das der Engel zu den Hirten spricht. Und ich kann davon in meiner Arbeit als Seelsorger in Köln nicht lassen.
Da erlebe ich das Fürchten: den Krebs, der unter uns wütet wie eine moderne Pest. Die Armut und das ohnmächtige Ausgeliefertsein. Die Angst vor der Arbeitslosigkeit. Vor dem Fundamentalismus mit seinen Bomben. Den Notfall am Unfallort. Und diese Ungerechtigkeit: Milliarden für die Rettung von Banken – und bloß noch Peanuts für das Soziale und die Kultur …
Wie bloß soll ich mich wohl nicht fürchten in einer Welt, die zum Fürchten ist?
Da legt Heiligabend sich quer. Für einen kleinen Augenblick, in dem unsere Sehnsucht kurz aufblüht, nach Gelingen, Glück, Liebe und Wertigkeit.
Völlig bekloppt, aber daran halte ich mich: An das Kind, das keinen Platz in unserer Herberge hat. Und sich doch Raum nimmt in unseren Herzen.
An den Gott, der uns nah ist mit all seinen Engeln. Es gibt diese Freiheit der anderen Art, die uns stark macht – der Realität und den scheinbar Mächtigen zum Trotz.
Und so wünsche ich euch himmlische Lebenskraft: frohe Weihnachten – und ein „Shalom“ den jüdischen Freunden, ein „Salam“ unseren muslimischen Mitbürgern.
Allen Frauen, Männern und Kindern unserer Stadt und unseres Landes.
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