Was steht uns da bevor? Die Gewerkschaft Verdi wegen der stockenden Tarifverhandlungen zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen.
Bei einer Kundgebung am Kölner Heumarkt (9 Uhr) spricht Kölns Ex-DGB-Chef Wolfgang Uellenberg van Dawen.
Besonders hart wird es Düsseldorf treffen. Die Stadt soll lahmgelegt werden.
Was der Streik konkret für Sie bedeutet, welche Auswirkungen er für die Rheinland-Städte im Einzelnen hat - hier die Infos:
Bei der Rheinbahn geht gar nichts, am Flughafen fallen Flüge aus, in der Stadtverwaltung bleiben die Amtsstempel trocken.
Der Verkehr wird zusammenbrechen. „Bei uns verlässt keine Bahn, kein Bus den Betriebshof“, sagt Rheinbahn-Betriebsrat Uwe David. Und das den ganzen Tag!
Dazu kommen zwei Demonstrationszüge ab 9 Uhr auf den Haupteinfallstraßen – dem Lastring und dem Bereich Auf'm Hennekamp/Mecumstraße.
Da viele Arbeitnehmer aufs Auto umsteigen werden, droht zusätzlich Stau vor allem auf den Einfallstraßen in die Stadt.
Deshalb: Wer nicht zu Fuß oder mit dem Rad zum Arbeitsplatz gelangen kann, sollte auf die Deutsche Bahn umsteigen. Die wird allerdings nicht mehr Züge einsetzen. „Wir rechnen nicht mit einem plötzlichen Run auf die Bahn“, sagt Sprecher Udo Kampschulte.
Bleibt die Alternative „Taxi“. Die Taxi-Genossenschaft glaubt, vom Streik zu profitieren: „Wir rechnen mit vielen Fahrgästen – wie an Weiberfastnacht“, sagt Vorstand Bernd Grubert. „Aber wir sind gerüstet – 1100 von 1230 Fahrzeugen sind im Einsatz.“
Am heutigen Donnerstag kommt es zum Warnstreik im öffentlichen Dienst.
Betroffen davon sind unter anderem die KVB, die städtischen Bäder und Kliniken, Stadtverwaltung und die Straßenreinigung.
Weil auch das Studentenwerk streikt, bleibt heute auch die Mensa der Uni dicht.
Bei der KVB fährt am Morgen erst mal gar nichts - sofort ab Betriebsbeginn wird gestreikt.
Ab 6.30 Uhr wird versucht, den Fahrplantakt wieder zum laufen zu bekommen.
Das soll gegen 9 Uhr klappen. Es wird aber damit gerechnet, dass es bis Mittag dauert, bis alle Bahnen wieder pünktlich fahren.
Auch bei den KölnBädern muss mit Einschränkungen gerechnet werden, Schließungen können nicht ausgeschlossen werden. Allerdings geht man davon aus, dass die Bäder im Laufe des Tages wieder öffnen.
Weil der Gepäckdienst am Flughafen streikt, müssen Reisende mit Verspätungen rechnen - auch Flugausfälle sind möglich.
Auch bei der AWB werden die Besen ruhen.
Warnstreiks im öffentlichen Dienst: Am heutigen Donnerstag stehen Busse und Stadtbahnen bis 9 Uhr still. Die Müllabfuhr dagegen fährt raus: Wegen des Winterwetters ist in vielen Straßen Müll liegen geblieben.
Die Stadt hat mit der Streikleitung Gespräche geführt und eine Vereinbarung erreicht: Die Müllwagen werden heute nicht bestreikt. Stadt-Sprecher Thomas Böckeler: „Die Müllabfuhr wird planmäßig laufen, weil sie in den vergangenen Tagen wegen des Schneefalls in viele Nebenstraßen nicht einfahren und Müll dort nicht abgefahren werden konnte.“
Vom Warnstreik betroffen soll laut Verdi aber die Müllverbrennungsanlage sein. Die Stadt rechnet auch damit, dass die Straßenreinigung nur ein Notprogramm fahren kann.
Busse und Stadtbahnen werden von 3 bis 9 Uhr von den Streiks betroffen sein. Bei Streiks in der Vergangenheit haben die Gewerkschafter dafür die Ausfahrten der Stadtwerke-Betriebshöfe blockiert.
Hier wird den ganzen Tag gestreikt: Bei den Stadtverwaltungen Bonn, Troisdorf, Sankt Augustin, Hennef, Bornheim und der Gemeindeverwaltung Swisttal.
Außerdem in der Kreisverwaltung in Siegburg und in allen Bundesbehörden.
Betroffen ist auch der Landesbetrieb Straßen. Verdi-Mitarbeiterin Eva Kohnke (58): „Warnstreiks gibt es auch beim Bonner Studentenwerk und dem Wahnbachtalsperrenverband.“
Aktuelle KVB-Infos - HIER klicken!
Stoppt die Abzocke beim Dispo!
Die Kosten für Dispo- und Überziehungskredite sind enorm – manche Banken verlangen bei Kontoüberziehung mehr als 18 % Zinsen. Politiker fordern gesetzliche Obergrenze für Zinsen.
Makaber: Deutsche Bank bietet Todeswetten an
Anleger können darauf spekulieren, wie lange andere Menschen noch leben. 500 Personen werden beobachtet: Je früher sie sterben, desto höher die Rendite. Jetzt prüft der Bankenverband das makabere Modell.
Festnahmen nach Telefonabzocke
Die Polizei nahm am Dienstag Mitglieder einer bundesweit agierenden Betrügerbande fest, darunter den mutmaßlichen Kopf der Bande.