Mit 83,4% wurde Daniel Bahr (34) in Dortmund zum neuen NRW-FDP-Chef gewählt.
Er tritt damit die Nachfolge von Andreas Pinkwart an.
Im EXPRESS-Interview redet er über seinen Sieg und seine Ziele.
Das ist ein fantastisches Ergebnis, mit dem ich in der momentanen schwierigen Lage der Partei nicht gerechnet hatte. Es zeigt, dass die Partei wieder in die Offensive kommen will.
Wir wollen, dass die FDP Vertrauen zurückgewinnt. Wir setzen dabei ganz klar auf Themen wie Wirtschaft und den Industriestandort in NRW. Und in der Bildungspolitik stellen wir uns der Gleichmacherei von Rot-Grün entgegen.
Mein Terminkalender wird sehr voll sein. Aber ich bin gesundheitlich fit und belastbar, treibe viel Sport und habe mir von erfahrenen Kollegen Tipps geholt, wie man so ein Pensum bewältigt. Und den überwiegenden Teil meiner Zeit verbringe ich ja sowieso in NRW.
Wir kennen uns bereits von Veranstaltungen, und ich möchte im Interesse unseres Landes einen sachlich-kritischen Dialog pflegen.
Die CDU hat aus ihren Fehlern wohl noch nicht gelernt. Die FDP muss derzeit nicht beantworten, wer nächster Partner sein kann. In der Opposition gibt es keine Koalition. Wir stellen unsere eigenen Inhalte in den Mittelpunkt und wollen damit überzeugen.
Wir sind offen für konstruktive Lösungen. Solange Rot-Grün aber die Gemeinschaftsschule als Einheitsschule durch die Hintertür verkauft, mit besonderer Förderung und Druck auf die Kommunen, werden wir das nicht unterstützen.
So schnell nicht. Die Linken werden Rot-Grün immer wieder aus der Patsche helfen.
Interview: Michael Fuchs
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