Ein Mann bezahlt für Sex mit einer Prostituierten. Was hierzulande völlig legal ist, steht in Schweden unter Strafe. Und eine solche Handlung hat möglicherweise einen schwedischen Politiker sein Amt gekostet.
Arbeitsminister Sven Otto Littorin (44) trat Mitte der Woche zurück - angeblich aus privaten Gründen.
Jetzt schreibt die Zeitung "Aftonbladet", dass Littorin sexuelle Dienste gekauft haben soll. War das der wahre Grund für den Rückzug?
Der konservative Politiker behauptete bei einer Pressekonferenz, dass ein Streit mit der Ex-Frau über das Sorgerecht der drei Kinder Grund für seinen Rückzug sei. Unter Tränen erklärte er: "Mein Rücktritt hat drei Gründe. Sie heißen Emma, Gustav und Arvid." Die Kinder seien von den Medien immer zu stark bedrängt worden, kritisierte Littorin.
"Aftobladet" behauptet aber, den Politiker wenige Stunden vor seinem Rücktritt mit dem verbotenen Sex-Handel konfrontiert zu haben. Angeblich habe er vor vier Jahren eine 30-jährige Ex-Prostituierte für Sex bezahlt.
Nach Regierungsangaben soll der Minister die Vorwürfe zurück gewiesen haben. Sollten die Anschuldigungen wahr sein, könnte Littorin zusätzlicher Ärger drohen: In Schweden kann bezahlter Sex seit 1999 mit Bußgeldern und sogar Haft bestraft werden.
Und auch für die Regierung kommt der Sex-Skandal denkbar ungünstig: In zwei Monaten wird in Schweden gewählt.
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