Politik & Wirtschaft
Neuigkeiten aus der Welt der Politik und Wirtschaft

Empfehlen | Drucken | Kontakt

SAP-Gründer Plattner dementiert: Riesenkrach im Club der Milliardäre

SAP-Gründer und Mäzen Hasso Plattner.
SAP-Gründer und Mäzen Hasso Plattner.
Foto: dpa
New York/Berlin –  

Es ist der spendabelste und exklusivste Club der Welt. Amerikas Geld-Genies Warren Buffett und Bill Gates gründeten „The Giving Pledge“ (Das Spendenversprechen), einen Zirkel von Milliardären, die mindestens 50 Prozent ihres Vermögens für wohltätige Zwecke stiften. Jetzt meldeten sie, dass mit Hasso Plattner der erste Deutsche ihrer Institution beigetreten sei. Und lösten damit einen Riesenkrach im Club der Milliardäre aus.

Denn Plattner, 5,4 Milliarden Euro schwerer Chef des Software-Riesen SAP, dementierte, ist stinksauer: „Ich fühle mich von Bill Gates hintergangen und ausgenutzt. Er sucht offenbar ein Zugpferd für seine Spendenkampagne.“

Mindestens die Hälfte seines Vermögens, also 2,7 Milliarden Euro, wolle Plattner ihrem Club spenden, versicherten Gates und Buffett in einer eigens veröffentlichten Erklärung. Darin gibt es sogar O-Töne von Plattner. „Ich hatte das Privileg, praktisch kostenlos an der Uni Karlsruhe als einer der besten Hochschulen Deutschlands zu studieren“, wird der 69-Jährige darin zitiert. Und: „Ohne Frage war das die Grundlage meines persönlichen Erfolgs. Ich möchte der Gesellschaft etwas zurückgeben, die meine Ausbildung möglich machte.“ Da war Plattner ziemlich platt. „Diese Sätze beziehen sich nur auf mein bisheriges Engagement.“

Die wichtigsten Fakten zum Club der Milliardäre:

Seit wann gibt es „The Giving Pledge“? Im Juni 2010 starteten Gates und Buffett ihre Spenden-Kampagne.

Was ist das für ein Club? „The Giving Pledge“ propagiert menschenfreundliches Handeln und Denken.

Wie wird man Mitglied? Es gibt nur eine Regel: Mindestens 50 Prozent ihres Vermögens müssen die Milliardäre abgeben.

Wer ist schon Mitglied? Bisher gut 100 Milliardäre, die über 100 Milliarden Euro spendeten. Darunter Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Star-Regisseur George Lucas, Medien-Mogul Ted Turner, Karstadt-Investor Nicolas Berggruen, New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg.

Was passiert mit dem Geld? Es geht in Hilfs-Projekte in der Dritten Welt und den Kampf gegen Aids, Malaria und Tuberkulose.

Auch interessant
Weitere Meldungen aus dem Bereich Politik & Wirtschaft
Die Frauenquote muss bis 2016 in Unternehmen erfüllt werden.
Historische Entscheidung
Koalition einigt sich auf die Frauenquote

Lange wurde diskutiert, jetzt hat sich die Koalition geeinigt. Ab 2016 müssen mindestens 30 Prozent der Aufsichtsratsposten in rund 100 börsenorientierten Unternehmen mit Frauen besetzt werden.

Viele kehrten bisher gern auf einen schnellen Snack bei Burger King ein. Das wird sich nun wohl ändern.  Burger King kämpft mit Image-Problemen.
Skandal um Yi-Ko
Umfrage zeigt: So krass wenden sich Kunden von Burger King ab

Das Vertrauen der Kunden in Burger King ist massiv beschädigt, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Kämpfer der Freien Syrischen Armee in Aleppo. Das Innenministerium will per Ausweis-Entzug verhindern, dass deutsche Islamisten in die Kampfgebiete in Syrien und Irak ausreisen.
Pläne des Innenministeriums
Islamisten: Bis zu 18 Monate Perso-Entzug

Sie sollen daran gehindert werden, als Dschihadisten in Kampfgebiete zu reisen: Für radikale Islamisten könnte es bald einen Ausweisentzug für bis zu 18 Monate geben. Das plant das Innenministerium.

Politik & Wirtschaft
Brutto-Netto Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.

Aktuelle Videos
FACEBOOK
EXPRESS.DE on Facebook
Unternehmen im Rheinland
Kölner Verkehrs-Betriebe
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen