Kate und William überall – fast den ganzen Tag berichteten ARD und ZDF über die Traumhochzeit. Und immer wieder dieselben Kommentare, dieselben Bilder. Im Ersten wie im Zweiten.
Politiker protestieren gegen diese Doppel-Berichterstattung auf Kosten der Gebührenzahler.
Tabea Rößner, medienpolitische Sprecherin der Grünen, bezeichnet das öffentlich-rechtliche Dauerfeuer als „unnötig“. Ähnliche Kritik kommt von SPD und CDU.
Der FDP-Medienexperte Jimmy Schulz rät den Zuschauern, „für den heutigen Tag ihre Gebühren zurückzufordern“. „Es ist nicht Aufgabe der Gebührenzahler, möglichst vielen Mitarbeitern beider Sender ein Wochenende in London zu ermöglichen“, sagte uns Schulz.
„Ich gönne jedem eine Traumhochzeit, auch als Zuschauer.“ Aber diese Doppel-Übertragung sei schlicht „überflüssig“. „Ich finde mich heute als Rundfunkgebührenzahler nicht wieder, ich kann immer nur ein Programm schauen, und nicht zwei parallel. Und ich kann vor allem heute nichts anderes schauen als William und Kate“, so Schulz.
Er erinnerte an die Grundsätze von Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit. „Ich hoffe, dass diese Absurdität zu einer offenen und ehrlichen Debatte über die Ausstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks führen wird.“
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