Nach dem rigorosen Rauchverbot in Bayern (Gaststätten, Bars, Kneipen und Diskos sind ab 1. August generell rauchfrei) gibt es die nächste Attacke auf die Freunde des blauen Dunstes: Jetzt fordern Initiativen und Politiker auch für den Rest der Republik strengere Anti-RaucherGesetze!
Rauchverbot im Auto: Handys sind längst verboten, aber die Kippe beim Fahren darf weiterhin glühen. Für die Nichtraucher-Initiative Deutschland ist das ein Unding. Ernst-Günther Krause zum EXPRESS:
„Der Gesetzgeber muss endlich handeln! Rauchen lenkt genauso ab wie das Telefonieren. Zigaretten müssen aus der Packung gefriemelt, angezündet und gehalten werden. Ganz zu schweigen von der Gesundheitsgefahr, vor allem wenn Kinder im Auto sitzen.“
Auch Politiker finden ein Rauchverbot am Steuer gut. CDU-Verkehrsexperte Steffen Bilger: „Ich bin dafür, das Rauchen am Steuer zumindest dann zu verbieten, wenn Kinder im Auto mitfahren.“ Auch Katherina Reiche (CDU) ist dafür, ebenso SPD-Verkehrsexperte Peter Dancker. Sogar mehr als die Hälfte der Deutschen befürwortet ein Qualmverbot am Steuer.
Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden: EU-Gesundheitskommissarin Androulla Vassiliou will bis 2012 ein generelles Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen durchsetzen! Gequalmt werden darf dann nur noch daheim.
Rauchverbot in Biergärten: Das fordert die Grünen-EU-Abgeordnete Hiltrud Breyer. Rauchverbot am Strand: Gibt es schon auf Rügen – das Beispiel könnte Schule machen. Doch es regt sich Widerstand, vor allem gegen das Qualmverbot am Steuer. Maximilian Maurer vom ADAC zum EXPRESS: „Wir sind gegen ein Verbot. Es gibt keine Beweise, dass durch Rauchen am Steuer die Unfälle steigen.“
Der Automobilclub hält allerdings auch nicht viel vom Handyverbot, das mit 40 € Strafe und einem Punkt in Flensburg geahndet wird. Und was sagt Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)? Zurzeit gebe es keine Pläne, das Rauchen am Steuer zu verbieten. Puh, die Qualmer können aufatmen. Aber nur vorerst.
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