Empfehlen | Drucken | Kontakt21.05.2010 - 11:22 Uhr

Rahmenabkommen: Opel und GM einigen sich auf Sanierungsplan

Produktion des Opel Corsa im Werk in Eisenach.
Produktion des Opel Corsa im Werk in Eisenach.
Foto: ddp
Rüsselsheim/Bochum –  

Der Autohersteller General Motors (GM) hat sich mit den Mitarbeitern seiner Tochter Opel auf einen Sanierungsplan geeinigt.

Es gebe ein Rahmenabkommen, erfuhr die Nachrichtenagentur ddp am Freitag aus Verhandlungskreisen. Die Beschäftigten sollen demnach 265 Millionen Euro zur Sanierung beitragen.

Am Nachmittag wollten Opel-Chef Nick Reilly und Gesamtbetriebsratsvorsitzender Klaus Franz in Rüsselsheim über Fortschritte bei der Sanierung der GM-Europasparte informieren.

Zuvor hatte bereits die „Frankfurter Rundschau“ (Freitagausgabe) berichtet, dass die Beschäftigten von Opel und der britischen Schwestergesellschaft Vauxhall in Europa für einen bis 2014 angelegten Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro bei einem Treuhänder geparkte Opel-Anteile erhalten. Das Unternehmen werde dazu von einer GmbH in eine AG umgewandelt, hieß es.

Sobald der Autobauer schwarze Zahlen schreibe, sollen die Anteile wieder an das Unternehmen übergehen. Dafür solle die Belegschaft am Gewinn beteiligt werden, hieß es. Ein Opel-Sprecher sagte der Zeitung, dass die Verhandlungen noch im Gange und auf einem guten Weg seien.

Um die Sanierung ihrer Tochter bezahlen zu können, hatte GM rund 1,8 Milliarden Euro Staatshilfen in den europäischen Ländern mit Opel- und Vauxhall-Standorten beantragt. Etwa 1,3 Milliarden Euro sollen in Form von Kreditbürgschaften aus Deutschland kommen. 1,9 Milliarden Euro zum gesamten Finanzierungsbedarf von etwa 3,7 Milliarden Euro will GM selbst beisteuern.

Ende Mai wird sich der Lenkungsrat Unternehmensfinanzierung mit dem Hilfsantrag Opels befassen. In der vergangenen Woche hatte der Bürgschaftsausschuss keine Empfehlung ausgesprochen. Entscheiden muss letztlich der Lenkungsausschuss.

Opel beschäftigt derzeit an vier Standorten in Deutschland etwa 25 000 Mitarbeiter, darunter über 5000 am Standort Bochum. Von den bundesweit 25 000 Arbeitsplätzen sollen 4900 gestrichen werden, rund 1800 allein in Bochum.

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