Die Wirtschaft schlägt Alarm: Der Fachkräftemangel wird zum Riesenproblem. Allein in Bayern fehlen in fünf Jahren schon eine halbe Million Arbeitskräfte, warnt der Verband der Metallarbeitgeber.
Er hat eine Kampagne gestartet, um Bewerber aus Osteuropa zu rekrutieren. Wirtschafts-Experten fordern: Die Union müsse endlich bereit sein, die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte zu erleichtern.
Trotz gestiegener Arbeitslosigkeit finden viele Firmen oft schon jetzt keine geeigneten Bewerber für freie Stellen. Wenn die Konjunktur an Fahrt gewinnt, werde sich das Problem dramatisch verschärfen, heißt es.
Mario Ohoven, Chef des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW): 2015 könnten bundesweit bis zu 2,3 Millionen Fachkräfte fehlen, davon rund eine Million mit Hochschulabschluss. Besonders betroffen: Maschinenbau, Metall- und Elektroindustrie. Derzeit fehlen bereits 55 000 Ingenieure. Aber auch Dienstleister wie die Gesundheitsbranche klagen.
Die Folgen sind gravierend. Schon im Krisenjahr 2009 blieben laut einer Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) 34.000 Technikerstellen unbesetzt. Der Volkswirtschaft gingen dadurch drei Milliarden Euro verloren.
Dieses Jahr, im beginnenden Aufschwung, dürften es weitaus mehr sein. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle erwartet laut „Focus“ mehr als 2 Prozent Wachstum – der Personalbedarf steigt. Hinzu kommt: Es gibt zu wenig gut ausgebildeten Nachwuchs, um die Fachkräfte zu ersetzen, die bald in Rente gehen.
Der Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Klaus Zimmermann, fordert, die Zuwanderung für qualifizierte Kräfte aus dem Ausland zu erleichtern. Ohne Öffnung des Arbeitsmarkts könne eine Exportnation wie Deutschland „in der globalisierten Welt nicht bestehen“.
Notwendig sei eine Kultur, Zuwanderer wirklich willkommen zu heißen und sie als eine Bereicherung in unsere Gesellschaft aufzunehmen. „Was im Fußball gelingt, muss doch in allen Teilen unserer Gesellschaft möglich sein.“
Auch Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) verlangte, Hürden „für hochqualifizierte Kräfte“ aus dem Ausland abzubauen. Doch anders als in der FDP gibt es in der Union große Vorbehalte gegen liberalere Einwanderungsgesetze.
Der Maschinenbau-Verband VDMA macht Druck. Man brauche eine „rasche Lösung“. Bis eine Neuregelung der Zuwanderung Wirkung zeige, werde es „Jahre dauern“. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) rechnet vor: Mit erleichterter Zuwanderung könnte die Wirtschaftsleistung bis 2020 um bis zu 100 Milliarden Euro steigen.
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Grund für die Erhöhung sei der technische Fortschritt. Die Speicherkapazitäten für urheberrechtlich geschütztes Material seien in den vergangenen Jahren drastisch gestiegen, erklärte ein Gema-Sprecher.
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